Ein starker geomagnetischer Sturm, ausgelöst durch eine solare Koronamasseauswurf, beleuchtete am 11. November 2025 die Himmel mit Nordlichtern in Mexiko und der nördlichen Hemisphäre. Bilder in Grün- und Violetttönen wurden in Bundesstaaten wie Zacatecas und Nuevo León aufgenommen, während sie in den USA in Colorado und Kansas zu sehen waren. Experten der UNAM und NOAA deuten an, dass die Effekte am 12. November schwächer andauern und möglicherweise am 13.
Der geomagnetische Sturm begann abrupt um 18:00 Uhr am Dienstag, den 11. November 2025, Ortszeit Mexico City, und erreichte seine maximale Intensität bis 21:00 Uhr, gemäß dem mexikanischen Weltraumwetterdienst (SCIESMEX) an der UNAM. Er entstand aus einer Koronamasseauswurf (CME) nach einem X1.2-Schub am 10. November und erreichte nicht die Intensität des Ereignisses vom 10. Mai 2024.
Nordlichter wurden in niedrigen Breiten sichtbar, einschließlich Nord- und Zentralmexikos. Bewohner von Zacatecas und Nuevo León teilten Fotos von Himmeln in Grün und Violett. In den USA kamen die ersten Bilder aus Colorado, wie aus dem Eldorado Canyon State Park mit roten Himmeln und grünen sowie gelben Blitzen, sowie aus Kansas und Alaska. Die NOAA klassifizierte den Sturm als stark (G4-Stufe auf einer Skala von 1-5), mit Auswirkungen auf die Erdmagnetosphäre, die Stunden oder Tage andauern.
SCIESMEX erkannte Störungen in der oberen Atmosphäre über 60 km, insbesondere im Süden Mexikos (Chiapas, Guerrero und Oaxaca), mit möglichen moderaten Variationen in GNSS-Navigationssystemen und HF-Funkkommunikationen. Eine Zunahme solarenergetischer Partikel und eine Abnahme kosmischer Strahlung wurden ebenfalls aufgezeichnet. Es gibt keine Risiken für die menschliche Gesundheit.
Für den 12. November werden schwächere Effekte erwartet, aber ein neuer CME könnte mittags eintreffen, den Sturm verstärken und Nordlichter in dunklen Gebieten Nord- und Zentralmexikos ermöglichen. Die Astronomische Gesellschaft von Nuevo León bemerkte, dass solche Ereignisse nur zwei Stunden im Voraus vorhersehbar sind, und empfiehlt die Überwachung über das Space Weather Prediction Center der NOAA. SCIESMEX koordiniert mit Einrichtungen wie NOAA und ESA und gibt bei Bedarf Bulletins heraus.