Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo haben die deutschen Doppelsitzer-Medailien geholt. Dajana Eitberger und Magdalena Matschina gewannen Silber bei den Frauen, Tobias Wendl und Tobias Arlt Bronze bei den Männern. Es war das erste olympische Rennen im Frauen-Doppelsitzer.
Die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien erlebten am fünften Wettkampftag eine Premiere im Rodeln: Das erste olympische Rennen im Frauen-Doppelsitzer fand in Cortina d'Ampezzo statt, kombiniert mit dem Männer-Wettbewerb. Die deutschen Teams zeigten starke Leistungen, obwohl Italien als Gastgeber Gold in beiden Kategorien holte.
Zuerst fuhren Dajana Eitberger und Magdalena Matschina zu Silber. Die 35-jährige Eitberger, die ihre Karriere beendet, war emotional: „Ich hatte vor vier Jahren so ein Bauchgefühl, da kommt noch was Großes. Dass es im Doppelsitzer passiert, wusste ich damals noch nicht.“ Die 20-jährige Matschina aus Bad Aibling sagte: „Ich war saunervös vor beiden Läufen - und wollte dann nur Spaß haben.“ Gold ging an das italienische Duo Voetter/Oberhofer, Bronze an Österreich.
Eine Stunde später sicherten Tobias Wendl und Tobias Arlt Bronze, nach einem schwachen Start im ersten Lauf. Wendl, 38, erklärte: „Das ist nicht in Worte zu fassen. Diese Bronzemedaille bedeutet uns alles. Fast mehr als die anderen, weil es so wichtig war.“ Arlt ergänzte: „Die ist so wertvoll, besser als Holz.“ Gold holte Rieder/Kainzwaldner (Italien), Silber Österreich.
Das deutsche Duo Toni Eggert/Florian Müller verpasste mit Platz vier eine Medaille. Bundestrainer Patric Leitner kritisierte das IOC: „Ich finde es traurig, dass das IOC nicht mehr Startplätze zur Verfügung stellt“ – nur elf Schlitten waren für die Frauen erlaubt, einer pro Nation. Die deutschen Rodler zielen nun auf Gold in der Team-Staffel ab.