Deutscher Polizist entschädigt Taxifahrer auf Mallorca nach Attacke

Ein deutscher Polizist aus Essen zahlt einem 71-jährigen Taxifahrer auf Mallorca 40.000 Euro Entschädigung nach einer Prügelattacke im August 2024. Der Vorfall entstand durch eine falsche Diebstahlsanklage eines Handys und führte zu schweren Verletzungen beim Opfer. Der Deal ermöglicht dem Beamten, einer Haftstrafe zu entgehen.

Im August 2024 ereignete sich auf Mallorca ein gewalttätiger Zwischenfall, der ein 71-jähriges Taxifahreropfer schwer verletzte. Nach einer Fahrt vom Ballermann an der Playa de Palma zu einem Landhotel in der Inselmitte griff der deutsche Polizist aus Essen den Fahrer an. Laut dem Opfer waren drei weitere deutsche Polizisten unter 30 Jahren beteiligt. Auslöser war ein vermisstes Handy: Die Urlauber beschuldigten den Mallorquiner des Diebstahls, doch das Telefon fand sich später in ihrer eigenen Tasche wieder. Beim Angriff erlitt der Fahrer mehrere gebrochene Rippen und einen Armbruch.

Die Guardia Civil verhaftete den Hauptverdächtigen in der Nacht, zwei weitere am nächsten Tag. Eine Untersuchungsrichterin ließ alle Beteiligten sofort frei. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage, wobei nur dem Hauptverdächtigen bis zu drei Jahre Haft drohten wegen Nötigung und Körperverletzung.

Nun einigten sich die Anwälte beider Seiten sowie die Staatsanwaltschaft auf einen Vergleich: Der Polizist zahlt 40.000 Euro Entschädigung und übernimmt die Anwaltskosten. Das Gericht muss den Deal noch genehmigen, was als Formalität gilt. „Mein Klient übernimmt die Verantwortung und hat seine Reue zum Ausdruck gebracht. Das Opfer hat die Entschuldigung angenommen“, sagte der Anwalt des Beschuldigten der Mallorca Zeitung. Der Beamte ist weiter im Dienst in Deutschland, doch ein Disziplinarverfahren droht. Die Essener Polizei wartet noch auf spanische Unterlagen.

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