Globale Filmfestival-Leiter unterstützen Berlinale-Direktorin Tricia Tuttle

Filmfestival-Direktoren aus aller Welt haben einen offenen Brief unterzeichnet, der die fortgesetzte Rolle von Tricia Tuttle als Direktorin der Berlinale unterstützt. Die Erklärung kommt inmitten einer Kontroverse über politische Diskussionen bei der jüngsten Berlinale sowie Berichte über ihre mögliche Entlassung. Die Unterzeichner betonen die Notwendigkeit von Räumen, die Unbehagen und vielfältige Perspektiven in Filmfestivals zulassen.

Filmfestival-Chefs, darunter Thierry Frémaux von Cannes und Cameron Bailey von Toronto, haben sich hinter Tricia Tuttle, der Direktorin des Berlin International Film Festivals, bekannt als Berlinale, geschart. In einer gemeinsamen Erklärung, unterzeichnet von Leitern von Festivals wie Sundance, Telluride, Busan, Karlovy Vary, Locarno, San Sebastian, Rotterdam und London, drücken sie volles Vertrauen in Tuttles Führung und institutionelle Unabhängigkeit aus. Die offene Erklärung, veröffentlicht am 3. März 2026, beleuchtet die Herausforderungen für Filmfestivals, volatile Zeiten zu meistern, während sie Räume für den Austausch von Kino und Ideen erhalten. Sie heißt: „Wir müssen Räume aufrechterhalten, in denen Unbehagen willkommen geheißen wird, wo Debatten umfassend geführt werden können, wo neue Ideen sich verbreiten und wo unerwartete – und manchmal widersprüchliche – Perspektiven sichtbar gemacht werden.“ Die Unterzeichner fordern die Beteiligten zudem auf, Nachsicht, Respekt und Solidarität zu zeigen, und warnen, dass ohne solche Anstrengungen diese kulturellen Räume verloren gehen könnten. Diese Unterstützung folgt der 76. Berlinale, die vom 12. bis 22. Februar 2026 stattfand und Vorwürfe der Zensur politischer Äußerungen ausgesetzt war. Zunächst vermieden prominente Gäste, darunter Jurypräsident Wim Wenders, politische Diskussionen. Am Abschlussabend nutzten jedoch einige Preisträger ihre Dankesreden, um Unterstützung für Palästina und Gaza zu bekunden. Ein Artikel im deutschen Boulevardblatt Bild vom 2. März 2026 ließ durchblicken, Tuttle werde entlassen, was zu scharfer Kritik führte. Daraufhin verteidigte eine Petition mit über 3.000 Unterschriften von Filmfachleuten, darunter Sean Baker, Todd Haynes, Tilda Swinton und Kleber Mendonça Filho, Tuttle. Zudem verfassten mehr als 500 Berlinale-Mitarbeiter einen offenen Brief mit ihrer Unterstützung. Tuttles Zukunft wird am 4. März 2026 in einer Sitzung des Leitungsgremiums des Festivals in Berlin debattiert.

Verwandte Artikel

Maialen Beloki, newly appointed director of the San Sebastián Film Festival, on the red carpet at Kursaal Palace.
Bild generiert von KI

Maialen Beloki named new director of San Sebastián Film Festival

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Maialen Beloki, the festival's deputy director since 2016, has been unanimously appointed as the new director of Spain's San Sebastián International Film Festival. The first woman to lead the event, she will succeed José Luis Rebordinos—its longest-serving director after 16 years—on January 1, 2027. The decision follows a public call for candidates launched on March 4.

Two open letters signed by filmmakers including Justine Triet, Jacques Audiard and Natalie Portman denounce the removal of Nadav Lapid from the FID Marseille festival. The Golden Bear winner ultimately withdrew following pressure.

Von KI berichtet

Chile has arrived as the guest country of honor at the 41st Guadalajara International Film Festival, with directors Pablo Larraín, Sebastián Lelio and Maite Alberdi among the top honorees. The festival features masterclasses, screenings and tributes highlighting Chile's cinematic achievements. A large delegation of over 100 people underscores the strong cultural ties between Chile and Mexico.

The 79th Cannes Film Festival closed on Saturday evening with the Palme d'Or awarded to Cristian Mungiu for Fjord.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen