Kunstjury kritisiert Weimers Anfrage nach Jurymitgliedern

Aktuelle und ehemalige Jurymitglieder der Stiftung Kunstfonds haben sich gegen die Anfrage von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nach den Namen der Juroren aller Förderprogramme gewandt. Sie äußern Entsetzen über politische Einmischung und verweisen auf fehlendes Vertrauen. Dies geschah vor dem Hintergrund früherer Vorfälle.

Die Stiftung Kunstfonds erhielt die Aufforderung, die Namen der aktuellen Jurymitglieder aller Förderprogramme zu übermitteln. Jurorinnen und Juroren reagierten mit einer Stellungnahme: „Wir, aktuelle und ehemalige Jurymitglieder der Stiftung Kunstfonds, möchten unser Entsetzen über die politische Einmischung des Beauftragten für Kultur und Medien zum Ausdruck bringen.“

Sie misstrauen der Intention hinter der Abfrage, insbesondere angesichts aktueller Ereignisse. Erwähnt wird Weimers Vorgehen beim Deutschen Buchhandlungspreis: Er kontaktierte den Verfassungsschutz und schloss drei Buchhandlungen aus, die ihm zu links erschienen, ohne Details zu nennen. „Das Einschalten des Verfassungsschutzes hat unser Grundverständnis einer demokratischen Kulturförderung erschüttert“, heißt es in dem Schreiben.

Die Unterzeichnenden wehren sich gegen jegliche Einflussnahme, die ihre unabhängige Arbeit beschädige. Das Grundgesetz schütze Kunstfreiheit, doch sie nehmen zunehmend Angriffe und Einschüchterungsversuche wahr. Bewerber hielten sich zurück, da der politische Druck die Diskursgrenzen verschiebe.

Die Jurys bestehen aus Künstlerinnen, Künstlern und Fachleuten. Die Verfasser warnen: Die Breschen in demokratischen Strukturen könnten von antidemokratischen Kräften ausgenutzt werden.

Verwandte Artikel

Police question Die Falken youth group members outside Schleife school amid scandal over pornographic images distributed to pupils.
Bild generiert von KI

Die Falken call distribution of pornographic images to pupils a mishap

Von KI berichtet Bild generiert von KI

The socialist youth group Die Falken has described the distribution of hardcore pornographic images to minors at a school in Schleife, Saxony, as a 'mishap'. Police have opened proceedings against two individuals involved. Mayor Jörg Funda has criticised the public debate as 'criminal energy'.

At the opening of the Leipzig Book Fair, Culture Minister Wolfram Weimer (independent) was interrupted by boos from the audience. The criticism targets his decision to exclude three leftist bookstores from the German Book Trade Prize due to constitution protection concerns. Several hundred people demonstrated against his cultural policy outside the Gewandhaus.

Von KI berichtet

Culture Minister Wolfram Weimer, facing accusations of state control after constitutional protection checks on leftist bookstores, called for greater freedom of opinion at the Leipzig Book Fair. Critics accuse him of sidestepping the controversy that led to boos at the opening ceremony.

One week after South Korea's judicial reform laws took effect on March 12—introducing constitutional appeals and penalties for 'law distortion'—complaints against top judges have risen sharply. The National Assembly is set to vote Thursday on the remaining two bills of the 'judiciary trio,' prompting fears of paralyzing the judiciary.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen