Hamburg ballett feiert uraufführung von äther

Das Hamburg Ballett hat bei der Uraufführung von «Äther» von Aleix Martínez in der Hamburgischen Staatsoper großen Beifall erhalten. Die zeitgenössische Choreographie greift Themen aus Bournonvilles «La Sylphide» auf und kontrastiert sie mit düsteren Bildern von Umweltzerstörung. Im ersten Teil des Abends wurde Bournonvilles Klassiker historisch inszeniert.

Der Ballettabend «Romantic Evolution/s» im Hamburgischen Staatsoper brachte die Uraufführung von «Äther», choreografiert von Aleix Martínez, der seit 2021 Erster Solist des Hamburg Balletts ist. Martínez interpretiert die Motive aus August Bournonvilles «La Sylphide» – wie die Verliebtheit des schottischen Bauern James in einen ätherischen Geist – in einer modernen, düsteren Welt, geprägt von Umweltzerstörung und Katastrophen. Jack Bruce tanzt James als Sinnsucher, der seine Verlobte verlässt und in den Wald folgt.

Die Bühne, von Martínez gestaltet, ist karg mit einem Baumstamm, einem Sessel und einer Treppe in einem viereckigen Ausschnitt. Xue Lin verkörpert die Sylphe, Gabriel Barbosa den Silpho, ergänzt durch Mystische Figuren und Wanderer. Zur Musik von Péteris Vasks entstehen expressive Gruppentableaus. Hayley Page und Florian Pohl führen einen intensiven Pas de deux zu Arvo Pärt auf.

Dieser existenzielle Ansatz bildet einen starken Kontrast zum klassischen «La Sylphide» im ersten Programmteil, das sich an der Uraufführung von 1836 des Königlich Dänischen Balletts orientiert. Ida Praetorius glänzt filigran als La Sylphide, Matias Oberlin als sprungstarker James und Francesco Cortese als Rival Gurn. Die Aufführung verbindet Schönheit und Sehnsucht mit viel Düsternis.

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