Die Hamburgische Bürgerschaft hat mit klarer Mehrheit die Pläne für ein neues Opernhaus in der HafenCity vorangetrieben. Die Stadt stellt das Grundstück und investiert rund 250 Millionen Euro in die Vorbereitung. Die Kühne-Stiftung soll den Bau mit mindestens 300 Millionen Euro finanzieren.
In dieser Woche hat die Hamburgische Bürgerschaft mit deutlicher Mehrheit für die Weiterverfolgung der Neubaupläne eines Opernhauses in der HafenCity gestimmt. Die Abgeordneten beschlossen, dass die Stadt das Grundstück bereitstellt und etwa 250 Millionen Euro für die Vorbereitung und Gestaltung des Bauplatzes aufwendet. Der eigentliche Bau soll von der Kühne-Stiftung finanziert werden, für die eine Summe von mindestens 300 Millionen Euro im Gespräch ist.
Trotz des Mehrheitsbeschlusses gab es heftige Kritik, insbesondere von den Abgeordneten der Linken. Sie präsentierten in der Sitzung einen Protestbrief, der angeblich von rund 100.000 Menschen unterschrieben wurde. Kurz vor der Abstimmung forderten zudem eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Moratorium, also eine vorläufige Aussetzung der Pläne.
Die Debatte um Vor- und Nachteile wird in der neuen Folge des ZEIT-Podcasts 'Elbvertiefung' beleuchtet. Ressortleiter Florian Zinnecker diskutiert mit Moderator Oskar Piegsa die Argumente der Kritiker. Leser können Lob, Kritik oder Anregungen an hamburg@zeit.de senden.
Der Beschluss markiert einen wichtigen Schritt für die kulturelle Entwicklung der HafenCity, obwohl offene Fragen zu Kosten und Umweltauswirkungen bestehen bleiben.