Haushalte in Övertorneå stehen vor Einstellung der Fernwärme

Eine Entscheidung, die Fernwärme für 21 Haushalte im zentralen Övertorneå einstellen lässt, hat starke Proteste ausgelöst. Politiker wie Knut Omark bereuen nun ihre einstimmige Zustimmung im Februar. Die betroffenen Haushalte haben 18 Monate, um Alternativen zu finden, und erhalten 10.000 Kronen als Entschädigung.

Im Februar stimmte der Gemeinderat von Övertorneå einstimmig zu, dass Övertorneå energi unrentable Kunden aus dem Fernwärmenetz ausschließen darf. Die 21 betroffenen Haushalte liegen in Lingonstigen und Åkerbärsvägen im Wohngebiet Turovaara sowie einige in Matarengivägen. In Turovaara, einem Wassergewinnungsgebiet, ist das Bohren für Fernwärme nicht erlaubt, was Verbindungen erschwert.

Das Fernwärmesystem wurde vor 30 Jahren in der kleinen Gemeinde mit rund 4000 Einwohnern gebaut, in der 260 von 2099 Haushalten angeschlossen sind. Das Unternehmen verzeichnet stattdessen jährliche Verluste von 216.000 Kronen und hat seine Kredite nicht abgeschrieben, so Gemeinderatsmitglied Tomas Mörtberg (C). «Sie haben teilweise recht, die Betroffenen, aber es ist, um das Unternehmen zu retten. Wir haben vielleicht 200–250 andere Kunden, und das Risiko, die Preise nur weiter zu erhöhen, ist, noch mehr zu verlieren,» sagt Mörtberg.

Die Proteste haben sich zu einer Petition mit 484 Unterschriften und einem Bürgerantrag entwickelt, der dem Gemeinderat vorgelegt werden soll. Die Gesundheitspartei (SJVP) und die Sozialdemokraten haben ihre Meinung geändert und arbeiten daran, die Entscheidung rückgängig zu machen. Knut Omark (SJVP), der in Turovaara lebt, bereut: «Ich habe die falsche Entscheidung getroffen. Nächstes Mal könnte ich betroffen sein.»

Ein Beispiel sind Linnea Huhta und Tomas Andersson, die 2023 ein Haus in Matarengivägen gekauft und Renovierungen geplant haben. Die Kündigung im August stoppte alles. «Es ist, als wäre eine nasse Decke darüber geworfen worden,» sagt Andersson. Sie schätzen, dass eine Luft-Wasser-Wärmepumpe 160.000 Kronen kostet, während die Entschädigung 10.000 Kronen beträgt. Laut Mörtberg bedeutet das Fernwärmegesetz, dass das Unternehmen gar nichts zahlen muss.

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