Huila gedenkt 40 Jahre des Holocausts am Justizpalast

Die Justizbehörde von Huila hat dem 40. Jahrestag des Holocausts am Justizpalast in Bogotá im Jahr 1985 gehuldigt. Die Veranstaltung in Neiva umfasste Reden, eine Predigt und die Enthüllung eines Wandgemäldes unter dem Motto 'Justiz, Erinnerung und Reflexion'. Die Richter betonten die Bedeutung der Erinnerung, um die Wiederholung von Gewalt zu verhindern.

Am 6. und 7. November 1985 übernahm die Guerilla-Gruppe M-19 das Justizpalast in Bogotá, finanziert von Pablo Escobar, was zu einer 28-stündigen Auseinandersetzung und zahlreichen Todesopfern führte, darunter Richter und unschuldige Zivilisten. Vierzig Jahre später schloss sich die Justizbehörde von Huila der nationalen Gedenkveranstaltung mit einem symbolischen Ereignis am Justizpalast 'Rodrigo Lara Bonilla' in Neiva an.

Enasheilla Polanía Gómez, Präsidentin des Obersten Gerichts von Neiva, eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: 'Heute ist ein sehr wichtiger Tag für die Justizbehörde und für das Land. Wir gedenken eines schmerzhaften Akts für die Nation, wie der Besetzung und Rückeroberung des Justizpalasts. Aber wir dürfen nicht vergessen, fest voranzugehen'. Die Veranstaltung umfasste eine Predigt, eine Blumenopferung und die Enthüllung des Wandgemäldes 'Justiz, Erinnerung und Reflexion', geschaffen vom Künstler und Anwalt Javier Oswaldo Díaz Carvallo, das die grauen Töne der Vergangenheit mit den lebendigen Farben der Gegenwart kontrastiert und Tauben, Kinder und Wiederaufbau symbolisiert.

Díaz Carvallo beschrieb das Werk als 'den menschlichen Widerstand gegen das Vergessen', unterteilt, um den Zeitverlauf zwischen dem alten und neuen Palast darzustellen. Diana Isabel Bolívar Voloj, Sektionsdirektorin der Justizverwaltung, erklärte: 'Die Justiz erlischt nicht, weil sie in dem Mut derer lebt, die sie mit ihrem eigenen Leben verteidigt haben'. César Augusto Patarroyo Córdoba, Präsident des Sektionsgerichtsrats, forderte zu friedlicher Reflexion auf: 'Der Holocaust am Justizpalast ist eines der tragischsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte Kolumbiens'.

Im nationalen Kontext gab es Kritik an den Aussagen des Präsidenten Gustavo Petro, einem ehemaligen M-19-Mitglied, der die Verantwortung seiner Gruppe für den Tod der Richter abstritt und dadurch Rückschläge erlitt, weil er die Opfer reviktimisierte. Carlos Medellín, Sohn eines ehemaligen Richters, erinnerte an frühere Bedrohungen und den Mangel an Wiedergutmachung. Landesweit fanden ähnliche Veranstaltungen in Medellín mit der Skulptur 'Vacío Presente' und in Bogotá mit einer Messe in der Primada-Kathedrale statt.

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