Minister aus sieben Igad-Staaten haben ihr Engagement zur Stärkung des Flüchtlingsschutzes und zur Integration vertriebener Bevölkerungen in Ostafrika und der Hornregion erneuert. Das Treffen in Nairobi brachte eine gemeinsame Erklärung hervor, die darauf abzielt, die Last für Gastländer zu lindern. Dies adressiert die wachsenden Herausforderungen der Vertreibung durch Konflikte und Klimaschocks.
Das Ministertreffen, organisiert von der Intergovernmental Authority on Development (IGAD), fand am Donnerstag in Nairobi statt und umfasste Vertreter aus Dschibuti, Äthiopien, Somalia, Südsudan, Sudan, Uganda und Kenia. Sie unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, die regionale Mechanismen zur Verbesserung der Bedingungen für Flüchtlinge und Binnenvertriebene betont, während die Belastung für Gastnationen reduziert wird.
IGAD-Exekutivsekretär Dr. Workneh Gebeyehu nahm teil und forderte die Regierungen auf, die Flüchtlingskrise mit „Transparenz, Einheit und fester Hingabe“ anzugehen. Er erklärte: „In einer Region, in der 26,3 Millionen Menschen nicht aus freiem Willen, sondern unter Zwang von zu Hause weg sind, können wir Vertreibung nicht länger als seltenes Ereignis betrachten.“ Er warnte zudem, dass 123 Millionen Menschen weltweit obdachlos sind und dass sie als Nation die zehntgrößte der Welt wären.
Als Gastgeber stellte Kenia unter Innenminister Kipchumba Murkomen seine Fortschritte vor. Er hob hervor, dass über 121.000 Schüler in Lagarschulen nun Schulumsonnen erhalten und mehr als 100.000 Flüchtlinge im Nationalen Gesundheitsversicherungsfonds eingeschrieben sind. Diese Bemühungen passen zur Nairobi-Deklaration von 2017 und zum Mombasa-Compact von 2022.
Dr. Workneh lobte Fortschritte in anderen IGAD-Ländern, wie die Schutzsysteme in Dschibuti, die Integration in äthiopische Nationalentwicklungspläne und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Südsudan und Sudan. Er warnte jedoch vor Risiken durch Klimaschocks und anhaltende Konflikte. Das Treffen baut auf früheren Abkommen wie der OAU-Flüchtlingskonvention von 1969 und Verpflichtungen aus den Global Refugee Forums von 2019 und 2023 auf.
IGAD-Länder beherbergen einige der weltweit größten und langlebigsten Flüchtlingsgruppen aus Südsudan, Somalia, Sudan, Äthiopien und der Demokratischen Republik Kongo, mit Beteiligung von Partnern wie UNHCR und der Weltbank.