Federica Brignone aus Italien sicherte sich Gold im Damen-Alpenriesenslalom bei den Milano-Cortina-Winterolympics, zusätzlich zu ihrem Super-G-Titel vom vergangenen Donnerstag. Schwedens Sara Hector und Norwegens Thea Louise Stjernesund teilten Silber nach identischen Zeiten in beiden Durchgängen. Die US-Skifahrerin Mikaela Shiffrin beendete das Rennen auf Platz 11.
Der Damen-Riesenslalom fand auf der Olimpia delle Tofane-Piste in Cortina d'Ampezzo, Italien, bei strahlendem Sonnenschein statt. Federica Brignone, 35, dominierte den ersten Durchgang und fuhr im zweiten vorsichtig, gewann mit 0,62 Sekunden. Sie wurde die älteste Olympiasiegerin im alpinen Skisport und die älteste weibliche Medaillengewinnerin insgesamt. Keine andere italienische Alpin-Skirennläuferin hat bei denselben Spielen zwei Einzeltitel geholt. Brignone, die im Januar nach einer Beinverletzung in den Weltcup zurückkehrte, hält WM- und Olympia-Titel in der Disziplin. Sie sagte: »Es war ein so leichter Durchgang, weil der Schnee so leicht war. Ich war fast zu ruhig. Ich hatte Angst, nicht aggressiv genug zu sein.« nnSara Hector, die Meisterin von Peking 2022, und Thea Louise Stjernesund waren in beiden Durchgängen exakt gleich und teilten Silber in einem seltenen Fall. Italiens Lara Della Mea landete auf Platz vier, 0,05 Sekunden vom Podest entfernt, während Österreichs Julia Scheib, Weltcup-Führende, Fünfte wurde, 0,02 Sekunden hinter Della Mea. nnMikaela Shiffrin, Siebte nach dem ersten Durchgang auf einer Bahn ihres Trainers, endete auf Platz 11. Die erfolgreichste Weltcup-Skirennläuferin aller Zeiten mit 108 Siegen hat seit 2018 keine Olympia-Medaille, nach einem Whitewash in Peking. Sie hat noch Slalom, wo sie Favoritin ist nach sieben von acht Weltcup-Siegen diese Saison. nnBrignones Sieg trug zu Italiens Rekordsonntag bei, ihr Olympia-Wintermedaillenzähler stieg auf 22 und übertraf Lillehammer 1994. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni postete auf X: »Wir hatten das alpines Gold kaum gefeiert... Großartig.« Italien liegt hinter Norwegens 26 Medaillen, führt aber vor den USA mit 17.