Italiens Federica Brignone feierte ein selbstbewusstes Comeback im Weltcup-Riesenslalom in Kronplatz am Dienstag und landete im ersten Durchgang auf Platz sieben nach langer Verletzungspause. Die 35-jährige Weltmeisterin war die schnellste Italierin und stärkt ihre Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Milano Cortina. Landsfrau Sofia Goggia fiel, wirkte aber unversehrt.
Federica Brignone, amtierende Riesenslalom-Weltmeisterin und zweifache Gesamtsiegerin im Weltcup, kehrte nach einem Bruch des linken Schien- und Wadenbeins bei einem Sturz bei den italienischen Meisterschaften im April auf die Kronplatz-Anlage in Italien zurück. Die 35-Jährige, die 2022 Olympia-Silber gewann, sah das Rennen als körperlichen Test und nicht als Jagd nach Top-Ergebnissen vor den Milano-Cortina-Spielen ab 6. Februar. Im ersten Durchgang startete Brignone mit Bib 13 und fuhr 1,18 Sekunden hinter der Führenden Sara Hector aus Schweden, die mit 1:13,54 Minuten das Tempo vorgab. Brignone sprach von anfänglicher Nervosität, fand aber schnell den Rhythmus. „Ich gebe zu, als ich die Stöcke vor der Startbude absetzte, dachte ich kurz: 'Ich weiß nicht, ob ich bereit bin',“ sagte sie italienischen Reportern. „Am Anfang war ich etwas steif, aber nach ein paar Toren erinnerte ich mich ans Atmen. Mit dem Adrenalin spürte ich nicht viel Schmerz. Ich bin so glücklich.“ Am Montag hatte sie ihre Einstellung skizziert: „Ich bin hier, um meinen Körper zu testen, besonders das Bein. Ich bin definitiv nicht für ein großes Ergebnis da, sondern für ein großes Ergebnis für mich. Schon das Fahren ist ein großer Erfolg.“ Andere Italienerinnen zeigten solide Leistungen: Lara Della Mea Zehnter, Asja Zenere Zwölfte, Alice Pazzaglia 24. Zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Sofia Goggia, Hoffnungsträgerin für die Heim-Olympia nach ihrem Super-G-Sieg im Dezember, fiel aus und rutschte ohne sichtbare Verletzung heraus. Die Schweizerin Camille Rast lag Zweite, 0,15 Sekunden hinter Hector, gefolgt von Julias Scheib aus Österreich auf Platz drei mit 0,39 Rückstand. US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin Viertplatzierte, 0,89 Sekunden zurück, vor dem zweiten Durchgang.