Malorie Blanc aus der Schweiz feierte ihren ersten Weltcupsieg im Damen-Super-G in Crans-Montana am Samstag und begeisterte die einheimischen Fans kurz vor den Winterolympics. Die 22-Jährige stoppte die Uhr bei 1:17.34 und setzte sich gegen Italiens Sofia Goggia mit 0,18 Sekunden durch, während Breezy Johnson aus den USA Dritte wurde. Das Rennen folgte auf eine dramatische Absage des Abfahrtslaufs am Vortag wegen Lindsey Vonns Verletzung.
Der FIS-Alpin-Weltcup im Damen-Super-G in Crans-Montana, Schweiz, bot ein packendes Vorspiel zu den anstehenden Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina vom 6. bis 22. Februar 2026. Am Samstag bei perfekten Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein und exzellentem Schnee stürmte Malorie Blanc zur ersten Weltcupsieg mit einer Zeit von 1 Minute 17,34 Sekunden. Es war ihr zweiter Podestplatz in der Karriere nach Platz zwei in der Abfahrt von St. Anton zu Beginn des Monats. Italiens Sofia Goggia wurde Zweite mit 0,18 Sekunden Rückstand, Breezy Johnson aus den USA komplettierte das Podest auf Platz drei, 0,36 Sekunden hinterher, nach einem starken Lauf mit Startnummer 29. Blanc drückte gegenüber RTS ihre Freude aus: „Ich bin so glücklich für mich und auch für die Fans.“ Sie fügte hinzu: „Es war ein verrückter Lauf. Etwas Freestyle. Ich wusste, dass kein perfekter Lauf nötig war, um zu gewinnen. Aber ich habe die Arbeit gemacht, und ich bin froh, zeigen zu können, was ich kann.“ Der Sieg gab der Stadt einen Moralboost, einen Monat nach einem tödlichen Brand in einer Bar, bei dem 40 Menschen starben und 116 verletzt wurden. Der Abfahrtslauf des Vortags bei schlechter Sicht auf derselben Piste wurde nach einem prominenten Crash mit der Amerikanerin Lindsey Vonn abgebrochen. Die 41-Jährige, Olympiasiegerin in der Abfahrt 2010, verlor die Kontrolle in einer Kurve und rutschte ins Sicherheitsnetz, wobei sie ihr linkes Knie verletzte – das im April 2024 teilweise ersetzt worden war. Sie fuhr ins Ziel, zeigte aber Schmerzen und wurde per Helikopter zu Untersuchungen geflogen. Vonn sagte: „Mein olympischer Traum ist nicht vorbei.“ Drei der ersten sechs Läuferinnen stürzten an jenem Tag. Am Samstag stürzte die Deutsche Emma Aicher an derselben Stelle, blieb jedoch unverletzt, ebenso wie die Französin Laura Gauche nach einem Aufprall auf Matten im Zielbereich. Der Fokus richtet sich nun auf Olympia mit drei Trainingseinheiten für das Eröffnungs-Damen-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo von Donnerstag bis Samstag, gefolgt vom Rennen am Sonntag.