Der Schweizer Skifahrer Gino Caviezel kehrte nach über einem Jahr verletzungsbedingter Pause in den Weltcup zurück und beendete den ersten Lauf des Nacht-Riesenslaloms in Schladming auf dem 42. Platz. Trotz des bescheidenen Ergebnisses äußerte er Zufriedenheit darüber, wieder auf der Piste zu stehen. Caviezel verzichtete auf weitere Rennen in dieser Saison, um seinen Verletzungsstatus für den nächsten Winter zu wahren.
Gino Caviezel, der 33-Jährige aus Graubünden, markierte sein Comeback im Wettkampfski mit einer anspruchsvollen Leistung in Schladming. Nach einem schweren Sturz in Bormio im Dezember 2024, der sein rechtes Knie verletzte – mit Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes, Meniskus und Kollateralband sowie Anheftung von drei Sehnen – absolvierte er eine harte Rehabilitationsphase. „Ich fahre definitiv viel besser, als ich heute gezeigt habe“, sagte Caviezel gegenüber SRF nach einer Zeit, die 4,68 Sekunden hinter dem Spitzenreiter lag, wobei er nur vier andere klassifizierte Konkurrenten schlug. Er gab die Schwierigkeit des gewählten Rennens zu: „Aber ich habe mir gewiss nicht das leichteste Rennen ausgesucht.“ Das Comeback war emotional aufgeladen. Caviezel schilderte ein Jahr täglicher harter Arbeit in der Hoffnung, diesen Winter antreten zu können. „Und als wir uns entschieden haben, es hier zu versuchen, war ich einmal oder zweimal nah am Weinen“, sagte er. Das Training hatte sein Vertrauen gestärkt, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren, doch es reichte nicht. Dennoch sah er Wert in der Erfahrung: „Es war gut fürs Herz.“ Schladming hat für Caviezel besondere Erinnerungen, da er dort vor drei Jahren Zweiter hinter Teamkollege Loïc Meillard wurde – sein bestes Weltcupergebnis der Karriere und sein letztes von drei Podestplätzen. Ausblickend plant Caviezel keine weiteren Rennen diese Saison. Wie er „Blick“ erklärte, würde weitere Teilnahme seinen Verletzungsstatus kosten und eine schlechtere Startposition nächsten Winter riskieren. Er zielt auf eine volle Rückkehr fit ab.