JAFF Market-Panels beleuchten Veränderungen am asiatischen Filmmarkt

Branchenvertreter auf dem JAFF Market diskutierten Herausforderungen beim chinesischen Kinopublikum und Wachstum auf dem vietnamesischen Markt, während die indonesische Einspielergänge trotz Erfolgen volatil sind. Die Panels betonten die Notwendigkeit hochwertiger Produktionen und nachhaltiger Strategien angesichts der Konkurrenz durch Kurzinhalte. Wichtige Erkenntnisse lieferten Führungskräfte aus China, Vietnam, Indonesien und Japan.

Einblicke in die Märkte China und Vietnam

Bei einem JAFF Market-Panel moderiert von Lorna Tee in Kooperation mit APROFI wies Eric Lin von Alibaba's Damai Entertainment auf den Verlust junger Kinogänger in China hin, wobei die unter-24-Jährigen auf 15% von 38% vor der Pandemie gesunken sind. „Wir verlieren die Hälfte von ihnen in fünf oder sechs Jahren“, sagte Lin, da die Kernzielgruppe auf 30–49-Jährige wechselt. Trotz Erfolgen wie „Ne Zha 2“ mit über 2 Milliarden Dollar konkurrieren Microdramen. In Vietnam hob Phong Duong von Mockingbird Pictures das Marktwachstum hervor, mit dem lokalen Film „Red Rain“, der über 27 Millionen Dollar einspielte, den Höchstwert aller Zeiten.

Volatilität der indonesischen Einspielergebnisse

Ein separates Panel „Expert Witnesses: Indonesia’s Box Office Transformation“ mit Angga Dwimas Sasongko von Visinema diskutierte Schwankungen für 2025. Visinemas Animationsfilm „Jumbo“ erreichte fast 11 Millionen Besucher, den Rekord, aber andere Monate lagen unter 3 Millionen. „Wir haben immer Erfolg, wenn wir uns anders machen“, sagte Sasongko und plädierte für eine Obergrenze von 160 Filmen jährlich gegen Übersättigung. Produzent Todd Brown nannte zu wenige Leinwände und Ticketpreise unter 3 Dollar im Vergleich zu über 8 Dollar in Thailand sowie ein Dubbing-Verbot und 50-50-Einnahmenteilung für direkte Vertriebe.

Breitere asiatische Perspektiven

Nelson Mok von Mokster Films erzählte, wie Filme wie „How To Make a Million Before Grandma Dies“ und der taiwanesische „More Than Blue“ zunächst abgelehnt wurden, da sie nicht ins kommerzielle Schema passten. Shiori Takata von Toei betonte die Dominanz japanischer Animation mit 80–90%, was 2023 zu internationalen Produktionen für Südostasien mit Budgets von 1–2,5 Millionen Dollar führte. Panelteilnehmer forderten durchgehend hohe Produktionsqualität, um globale Käufer anzuziehen; indonesische Lokalfilme halten über 65% der Einspielergebnisse.

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