Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi wird am 4. Mai im Rahmen einer Afrikareise Südafrika besuchen. Ziel der Reise ist es, die Beziehungen angesichts globaler Instabilität zu stärken und die Lieferketten für kritische Mineralien zu sichern. Japans Botschafter Fumio Shimizu hob die jüngsten hochrangigen Austausche zwischen Tokio und Pretoria hervor.
Japan und Südafrika intensivieren ihre Beziehungen vor dem Hintergrund globaler Turbulenzen. Der Besuch von Außenminister Toshimitsu Motegi am 4. Mai ist Teil einer Reise, die ihn auch nach Sambia, Angola und Kenia führt. Japans Botschafter in Südafrika, Fumio Shimizu, bezeichnete die Reise als essenziell, um die Bindungen zum Globalen Süden zu festigen, „um die internationale Ordnung auf der Grundlage der Rechtsstaatlichkeit angesichts verschiebender Machtverhältnisse zu stärken und aufrechtzuerhalten“.
Shimizu verwies auf jüngste hochrangige Austausche, darunter die Teilnahme von Präsident Cyril Ramaphosa an der Ticad 9 in Yokohama im August, den Besuch des stellvertretenden Präsidenten Paul Mashatile in Japan im März und die Reise von Premierministerin Sanae Takaichi nach Johannesburg im November zum G20-Gipfel in Südafrika. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf kritische Mineralien und grüne Energie; im September 2023 wurden Absichtserklärungen zu grünem Wasserstoff und Ammoniak unterzeichnet, im November 2025 folgte eine zur Dekarbonisierung. Zu den gemeinsamen Projekten gehören das Northern Cape Green Hydrogen Project und ein Wasserstoffwerk in Gqeberha.
Tokio strebt berechenbare Lieferketten für Mineralien an, bei denen japanische Unternehmen bereits stark im Handel engagiert sind. Shimizu erkannte die Prioritäten Südafrikas bei der Veredelung an, stellte jedoch fest, dass es noch keine spezifischen Projekte gebe, obwohl das Thema in den Erklärungen zur Ticad 9 und zum G20-Gipfel enthalten war. Japanische Unternehmen, von denen etwa 260 einschließlich Automobilhersteller tätig sind, investierten 2024 trotz Sorgen über Infrastruktur und Kriminalität 70 Milliarden Rand.
Im Handel strebt Südafrika verstärkte Agrarexporte nach Japan an, wobei jedoch Zollhürden für Wein und Zitrusfrüchte bestehen bleiben. Die Verteidigungsbeziehungen werden durch Friedenssicherungsaustausche und gemeinsame Übungen fortgesetzt, wie etwa das Marine-Manöver im Juli 2024 in Kapstadt. Shimizu betonte das Engagement Japans für einen freien und offenen Indopazifik, Werte, die seiner Ansicht nach mit Südafrika übereinstimmen.