Javier Milei streicht Reise zum WM-2026-Losverfahren in Washington

Der argentinische Präsident Javier Milei hat beschlossen, nicht nach Washington zu reisen für das Gruppen-Losverfahren der WM 2026, das am 5. Dezember stattfindet. Die Bestätigung kam vom Stabschef Manuel Adorni, der die Entscheidung verkündete, ohne Gründe zu nennen. Die Absage erfolgt inmitten jüngster Skandale um den argentinischen Fußballverband (AFA).

Stabschef Manuel Adorni gab am 27. November 2025 bekannt, dass Präsident Javier Milei seine geplante Reise nach Washington DC abgesagt hat, um am Gruppen-Losverfahren der WM 2026 teilzunehmen, das von der FIFA am 5. Dezember organisiert wird. In einer Nachricht auf dem sozialen Netzwerk X erklärte Adorni: „er hat beschlossen, die geplante Reise nicht anzutreten“ und schloss mit „Ende“ ab, ohne Details zu den Gründen zu liefern.

Das Losverfahren wird die Gruppenzusammensetzungen für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada festlegen. Regierungsquellen teilten der Nachrichtenagentur Noticias Argentinas mit, dass es sich um eine „stille Antwort“ auf Skandale handelt, die den argentinischen Fußballverband (AFA) und seinen Präsidenten Claudio „Chiqui“ Tapia betreffen, der am Event teilnehmen wird. Wichtige Vorfälle umfassen das „PDFgate“, bei dem die AFA angeblich ein Dokument fälschte, um Estudiantes de La Plata zu sanktionieren — Milei zeigte ein Trikot des Vereins in seinem Büro als Unterstützung — sowie die Klage der Steuerbehörde (DGI) gegen die Finanzfirma „Sur Finanzas“, die mit Tapia verbunden ist.

Am 25. November warf die DGI dem Unternehmen vor dem Bundesgericht Nr. 2 in Lomas de Zamora Steuerhinterziehung und Geldwäsche vor. Laut Klage umging „Sur Finanzas“ über 3.300 Millionen Pesos an Schecksteuer zwischen 2022 und 2025 und bewegte 818.000 Millionen Pesos über seine virtuelle Geldbörse, möglicherweise zur Geldwäsche. Zudem wird die AFA für Unregelmäßigkeiten kritisiert, wie die unerwartete Vergabe eines Titels an Rosario Central und Verdacht auf Einflussnahme auf Schiedsrichter durch Pablo Toviggino, Tapias rechte Hand.

Mileis Entscheidung erfordert eine Umorganisation seines Dezember-Terminkalenders, mit Priorität auf die Bearbeitung des Haushalts 2026. Die Reise sollte ein Wiedersehen mit Präsident Donald Trump und ein Foto mit Lionel Messi ermöglichen, Chancen, die nun durch institutionelle Probleme im argentinischen Fußball zunichtegemacht werden.

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