Der deutsche Bob-Pilot Johannes Lochner hat bei den Olympischen Winterspielen in Cortina im Zweier- und Viererbob triumphiert und Francesco Friedrich auf Platz zwei verwiesen. Der 35-Jährige aus Königssee beendet damit seine Karriere mit einem perfekten Abschluss. Auch Anschieber Thorsten Margis verabschiedet sich mit seiner fünften Goldmedaille.
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d'Ampezzo hat Johannes Lochner seine Karriere mit einem historischen Doppel-Gold im Bob gekrönt. Zunächst siegte er im Zweierbob, bevor er im entscheidenden Viererbob mit einem großen Vorsprung vor Francesco Friedrich gewann. „Unglaublich, dass so ein Plan so aufgeht – bei meiner letzten Fuhre. Ich kann das noch gar nicht glauben, und es wird ewig dauern, bis ich das richtig realisiere“, sagte der 35-Jährige aus Königssee nach dem Rennen und umarmte seine Anschieber Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer. „Das ist ein Traum, der sich seit zwei Jahren in meinem Kopf abgespielt hat. Und jetzt ist er wahr. Das ist ein Moment für die Ewigkeit“, fügte er ergriffen hinzu.
Lochner ist der siebte Bob-Pilot in der Olympia-Geschichte, der bei denselben Spielen sowohl im Zweier- als auch im Viererbob siegt. Friedrich aus Pirna, der mit Matthias Sommer, Alexander Schüller und Felix Straub antrat, holte Silber und gratulierte als Erster. „Das war ein harter Kampf, ein hartes Jahr. Und wir sind zufrieden, mit Silber nach Hause zu fahren“, meinte der 35-Jährige, der seine Karriere möglicherweise fortsetzt. Thorsten Margis, der vier Goldmedaillen mit Friedrich gewann, beendet ebenfalls seine Laufbahn: „Besser könnte es sich nicht anfühlen. Ich stehe jetzt hier mit der fünften Goldenen, und es ist Zeit, ich kann aufhören.“
Platz drei ging an die Schweizer mit Pilot Michael Vogt, die die dritte deutsche Mannschaft um Adam Ammour um 0,04 Sekunden verdrängten. Der Deutsche Bob- und Schlittenverband (BSD) erzielte 19 Medaillen, darunter sechs Gold. Insgesamt holte Deutschland 26 Medaillen. Im Zweierbob der Frauen siegten Laura Nolte mit Deborah Levi vor Lisa Buckwitz und Nele Schuten. Nolte, die im Monobob um 0,04 Sekunden gegen Kaillie Humphries verlor, verschiebt ihr Karriereende: „Wir wollten 2026 eigentlich aufhören. [...] Die Reise ist noch nicht zu Ende.“