Das Internationale Filmfestival Karlovy Vary feiert diesen Juli seine 60. Ausgabe. Der künstlerische Leiter Karel Och beschrieb das Programm als eines, das im Geiste der Demut vorbereitet wurde, um die Geschichte der Veranstaltung zu würdigen.
Das 1946 gegründete Festival findet jährlich im Juli im tschechischen Kurort statt. Och, der die Veranstaltung seit 2010 leitet, wies auf die Kontinuität trotz vergangener Herausforderungen unter dem Kommunismus hin. Er hob hervor, dass Ken Loachs „Kes“ 1970 gewann, zwei Jahre nachdem sowjetische Panzer in die Tschechoslowakei einmarschiert waren.
Die 60. Ausgabe wird eine „Out of the Past“-Reihe umfassen, in der historische Titel wie „Kes“, „Barravento“ aus dem Jahr 1961 und „Irrtum im Jenseits“ gezeigt werden. Der nordirische Regisseur Mark Cousins wird in der Sektion für Sondervorführungen die Episoden 7 und 8 von „The Story of Documentary Film“ präsentieren.
Och sprach zudem über den Wettbewerb Proxima, der 2022 die Sektion „East of the West“ ersetzte und nun ohne geografische Beschränkungen Filme aus Indien, Japan, Argentinien und Mexiko präsentiert. Er beobachtete Trends, darunter eine steigende Anzahl an Filmemachern, die außerhalb ihrer Heimatländer arbeiten, sowie Geschichten, bei denen Frauen im Mittelpunkt stehen.