Präsident José Antonio Kast reagierte am Freitag auf Kritik an seinem Austausch mit einer Frau und einem Minderjährigen in Villarrica. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag während der Übergabe von Landtiteln an Mapuche-Familien.
Kast erklärte, er habe sich auf keinen Streit eingelassen, sondern lediglich auf eine Person reagiert, die gefilmt habe, um Spannungen zu erzeugen. Er sagte, das Ziel sei es gewesen, Kinder solchen Situationen nicht auszusetzen.
Die Frau bezeichnete den Präsidenten als „Demagogen“ und „Nazi“, nachdem ein Minderjähriger sich geweigert hatte, ihn zu grüßen. Kast sagte dem Kind, es solle in Freiheit aufwachsen und zur Schule gehen. Die Mutter wurde festgenommen, nachdem bei einer Identitätsprüfung zwei Haftbefehle wegen Betrugs zum Vorschein gekommen waren.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro teilte das Video auf X und kritisierte den Regierungsstil. Kast entgegnete, dass Petros Kommentare unangemessen seien und Kolumbien sich in einem Wahlübergang befinde. Stimmen aus dem linken Lager in Chile, wie Jeannette Jara und Lautaro Carmona, stellten den Tonfall des Präsidenten in Frage.
Biminister Claudio Alvarado nahm Kast in Schutz und bezeichnete ihn als eine nahbare Person, der viel Zuneigung entgegengebracht werde. Der Präsident bat die Besucher öffentlicher Veranstaltungen, diesen mit einer positiven Einstellung zu begegnen.