Präsident José Antonio Kast stellte am Donnerstag während einer Reise durch die Region Atacama klar, dass sein Wahlversprechen, 300.000 irreguläre Migranten abzuschieben, als Übertreibung und nicht als Metapher zu verstehen sei. Die Äußerungen folgen auf ähnliche Kommentare vom Vortag, die auf scharfe Kritik der Opposition gestoßen waren.
Während seines Besuchs in Caldera erklärte Kast, dass die Bürger die Maßnahmen der Regierung verstünden. Er verwies auf die Flugzeuge mit irregulären Einwanderern und die Grenzschließungen, die zu einem Rückgang der illegalen Einreisen geführt hätten.
Der Präsident verteidigte zudem den Sicherheitsplan von Ministerin Trinidad Steinert. Er hob die Fortschritte bei der Bekämpfung von Banden und bei Drogenbeschlagnahmungen an der Nordgrenze hervor, unter anderem in Gebieten wie Chacalluta und Colchane.
Gleichzeitig bekräftigte Kast die Notwendigkeit, die lokalen öffentlichen Bildungsdienste zu evaluieren. Er merkte an, dass Atacama in diesem Bereich unter Problemen leide, und forderte eine Analyse darüber, was das Beste für die Kinder sei.