Kathleen Kennedy erhielt eine Ehrenauszeichnung von den Motion Picture Sound Editors bei den Golden Reel Awards in Los Angeles. In ihrer Dankesrede lobte sie die Rolle des Tons im Filmemachen und teilte Einblicke in ihren Abschied von Lucasfilm. Sie sprach auch über kommende Projekte wie den neuen Mandalorian-Film.
Kathleen Kennedy, langjährige Präsidentin von Lucasfilm, nahm den Filmmaker Award bei der 72. jährlichen Golden Reel Awards der Motion Picture Sound Editors am Sonntag im Wilshire Ebell Theatre in Los Angeles entgegen. Die Auszeichnung würdigt ihre Karrierebeiträge zu Filmen wie „Jurassic Park“, „Back to the Future“ und „Schindler’s List“.“n’nIn ihrer Rede hob Kennedy die zentrale Rolle des Tons beim Erzählen von Geschichten hervor. „Sound hilft, die Geschichte zu verankern. Er hilft darzustellen, wo sich die Charaktere befinden, nicht nur geographisch, sondern auch emotional“, sagte sie und nahm die Auszeichnung vom Sound-Designer Ben Burtt entgegen, der für seine Arbeit an Star-Wars-Projekten bekannt ist. Sie würdigte frühe Zusammenarbeiten, etwa Steven Spielbergs „E.T. the Extra-Terrestrial“, bei dem der Ton die Figur zum Leben erweckte. „Erst als wir diese schweren, schlurfenden Schritte und das raue, melodische Atmen hörten, wurde E.T. real“, erinnerte sich Kennedy. Die Stimme lieferte Pat Welsh, die Burtt in einem Fotoladen entdeckt hatte.n’nBackstage sprach Kennedy über ihre Übergabe der Lucasfilm-Leitung im Januar an Dave Filoni, nun Präsident und Chief Creative Officer, sowie Lynwen Brennan als Co-Präsidentin. „Es ist nicht erst vor sechs Monaten passiert. Ich habe Dave über zehn Jahre hinweg allmählich zum Einstieg ins Live-Action überredet“, erklärte sie und beschrieb den Übergang nach einem Jahrzehnt der Förderung als reibungslos.n’nZum Mai-Release von „The Mandalorian & Grogu“, das sie genehmigt und das sie produziert, merkte Kennedy an, dass Grogu, auch bekannt als Baby Yoda, nicht spreche. „Er sagt nie ein Wort“, sagte sie und betonte seine emotionale Verbindung zum Publikum auf der großen Leinwand.n’nKennedy sprach auch über Künstliche Intelligenz im Filmemachen und bevorzugte den Begriff „augmented reality“. „Viele von uns in der Branche sind absolut dem Menschen und einer menschlichen Perspektive verpflichtet“, erklärte sie und betrachtet KI-Tools als potenzielle Hilfsmittel statt Ersatz.n’nSie reflektierte darüber, wie sie den Star-Wars-Fankreis inmitten des Aufstiegs sozialer Medien navigiert. „Das hat wirklich eine Art Explosion ausgelöst“, sagte Kennedy und unterstrich die Wichtigkeit der Fans für die Franchise. Zu ihren verbleibenden Lucasfilm-Projekten gehört „Star Fighter“ mit Ryan Gosling in der Hauptrolle.n’nKennedys Karriere umfasst über 70 Filme mit 120 Oscar-Nominierungen und 25 Gewinnen, wofür sie acht persönliche Nominierungen sowie Ehrungen wie eine BAFTA-Fellowship erhielt.