Jude Chesire, CEO des Kenya Sugar Board, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der Internationalen Zuckerorganisation (ISO) für 2026 gewählt. Dies ist das erste Mal, dass ein Kenianer und ein Afrikaner diese Position innehat. Seine Wahl fällt mit einer gesteigerten afrikanischen Vertretung in der globalen Organisation zusammen.
Am 26. November 2025 wurde Jude Chesire, Chief Executive Officer des Kenya Sugar Board, einstimmig zum Vorsitzenden des Rates der Internationalen Zuckerorganisation (ISO) für das Jahr 2026 gewählt. Die ISO mit Sitz in London und verbunden mit der Welthandelsorganisation ist die primäre globale Autorität in Zuckerfragen. Chesire folgt auf Edgar Herrera aus Costa Rica, inmitten der wachsenden Rolle Afrikas als Schlüsselproduzent und -exporteur von Zucker.
Diese Wahl markiert einen Meilenstein für die afrikanische Beteiligung, da der Botschafter der Elfenbeinküste Ali Touré ebenfalls einstimmig zum Vizevorsitzenden gewählt wurde – die stärkste afrikanische Präsenz in der Geschichte der Organisation. In seiner neuen Rolle wird Chesire die Suche nach einem Nachfolger für den Exekutivdirektor Jose Orive aus Guatemala leiten, dessen 13-jährige Amtszeit im Dezember 2026 endet. Er wird auch die Überarbeitung der ISO-Verfassung leiten und weltweite Zuckerhandelsrichtlinien beeinflussen.
Chesires Hintergrund umfasst bedeutende Erfolge beim Kenya Sugar Board. Unter dem Landwirtschaftsminister Mutahi Kagwe ermöglichte er die Verpachtung von vier staatlichen Zuckerfabriken – Sony, Muhoroni, Chemelil und Nzoia – an private Betreiber. Die Zuckerproduktion stieg unter seiner Leitung um 76 Prozent. Der Sektor schafft nun 250.000 direkte Arbeitsplätze und sichert die Existenz von fast 6 Millionen Menschen. Die Preise für Zuckerrohr stiegen von 4.350 KES auf 5.750 KES pro Tonne, und es wurden 47.123 Hektar neue Zuckerrohrpflanzungen angelegt.