Nach Angaben von Roseline Njogu, Hauptsekretärin für Angelegenheiten der Diaspora, wurden insgesamt 289 Kenianer in das russische Militär rekrutiert, wobei 69 von ihnen als tot oder vermisst bestätigt wurden.
In einem Gespräch bei Radio Generation am Mittwoch erklärte die Hauptsekretärin Roseline Njogu, dass Regierungsunterlagen belegen, dass von den 289 Kenianern, die in das rekrutiert wurden, was Russland als seine militärische Spezialoperation bezeichnet, bisher nur 64 in ihre Heimat zurückgekehrt sind. Njogu teilte mit, dass weitere 69 Kenianer nach Informationen der russischen Regierung entweder gefallen oder im Einsatz vermisst sind, während etwa 153 andere vermutlich in Militärlagern oder an der Front sind oder ihr Aufenthaltsort unbekannt bleibt. Sie betonte, dass Kenia keine Konfliktpartei im Russland-Ukraine-Krieg ist, und erinnerte die Bürger daran, dass es nach Abschnitt 68 des Strafgesetzbuches für einen Kenianer illegal ist, ohne die Zustimmung des Präsidenten in ein ausländisches Militär einzutreten. Die Hauptsekretärin enthüllte zudem, dass Kenia nach Gesprächen zwischen dem Kabinettssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Musalia Mudavadi, und russischen Beamten Anfang des Jahres ein diplomatisches Abkommen mit Russland zur Einstellung der Rekrutierung kenianischer Staatsbürger für deren Militär getroffen hat.