Lagoinha-Kirche blickt inmitten des Banco-Master-Skandals auf evangelikale Revolution zurück

Die Lagoinha-Kirche in Belo Horizonte, die zuletzt mit Luxus, Politik und dem Banco-Master-Skandal in Verbindung gebracht wurde, begann in den 1970er Jahren als baptistische Nachbarschaftsgemeinde, die den brasilianischen Protestantismus mit lebendigen Gottesdiensten revolutionierte.

In den 1970er und 1980er Jahren wurde Lagoinha von langjährigen Mitgliedern als eine Erweiterung des Familienlebens in Belo Horizonte beschrieben, geprägt von engen Bindungen und einer durch den Pfingstgottesdienst beeinflussten baptistischen Liturgie. In den 1990er Jahren baute die Gemeinde nach einer langen Kampagne einen neuen Tempel, modernisierte sich mit einem Fernsehsender und knüpfte Kontakte zum dynamischen US-Evangelikalismus. Ende des Jahrzehnts übernahm Ana Paula Valadão den Musikdienst, gründete Diante do Trono und verwandelte die Gottesdienste mit langen, emotionalen und repetitiven Liedern, die die Beteiligung der Öffentlichkeit in den Vordergrund stellten. Dies brachte Brasilien Erfahrungen nahe, wie sie von der australischen Hillsong-Bewegung bekannt sind, lockte Menschenmassen an und machte Belo Horizonte zu einer nationalen Referenz für junge Christen. Die Spiritualität konzentrierte sich auf Erweckung, zeitgenössische Sprache und persönliche Begegnungen mit Gott, wobei Spontanität gegenüber festen Formen priorisiert wurde. Ab den 2000er Jahren wuchs die Kirche durch Musik, Medien, theologische Ausbildung, soziale Arbeit und Missionen. In den 2010er Jahren wurde sie institutioneller und eng mit Geschäftsleuten und Politikern verknüpft, während die Nachfolge auf André Valadão überging, nachdem seine Schwestern Ana Paula und Mariana zurückgetreten waren, was für Unbehagen sorgte. Lagoinha übernahm ein standardisiertes Franchisemodell. Der jüngste Skandal betraf eine Überweisung von 41 Millionen Reais vom Banco Master an die Kirche. Das Pressebüro der Kirche erklärte, dass jeder Pastor die Finanzen seiner Einheit selbst verwalte. André Valadão bezeichnete die Anschuldigungen als politisch motiviert. Der Fall facht die Kritik an der Vermischung von Glauben mit Macht und Geld neu an und sorgt für Enttäuschung unter Christen.

Verwandte Artikel

Large crowd participating in the Marcha para Jesus march in São Paulo with political figures present.
Bild generiert von KI

Marcha para Jesus lockt 33.800 Menschen nach São Paulo mit politischer Präsenz

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Die 34. Marcha para Jesus fand an diesem Donnerstag (4.) in São Paulo statt und zog nach Schätzungen der USP etwa 33.800 Teilnehmer an. An der Veranstaltung nahmen Generalstaatsanwalt Jorge Messias als Vertreter von Präsident Lula sowie Senator Flávio Bolsonaro teil.

Pastor Silas Malafaia kritisierte am Sonntag (3.) während eines Gottesdienstes in der Assembleia de Deus Vitória em Cristo in der Nordzone von Rio das Sozialprogramm Bolsa Família als Stimmenkauf und lehnte das Ende der 6x1-Arbeitswoche ab. Bei der Veranstaltung, die eine politische Annäherung signalisierte, waren Senator Flávio Bolsonaro und weitere Verbündete anwesend. Zudem warf Malafaia dem Obersten Gerichtshof (STF) politische Verfolgung vor.

Von KI berichtet

Der Richter des Obersten Gerichtshofs (STF), Luiz Fux, verteidigte Rio de Janeiro während einer Anhörung zu den Staatsratswahlen gegen pauschale Kritik von Kollegen und verwies dabei auf den Skandal um die Banco Master, in den andere Mitglieder des Gerichts verwickelt sind. Er erklärte, dass gute Politiker aus Rio, sollten sie in die Hölle kommen, von hohen Autoritäten begleitet würden. Der Schlagabtausch fand während einer Sitzung über die vorläufige Führung des Palácio Guanabara statt.

Die Bundespolizei vollstreckte am Donnerstag (7.) Durchsuchungsbeschlüsse an Adressen, die mit Senator Ciro Nogueira (PP-PI), dem Vorsitzenden der PP-Partei, in Verbindung stehen. Die Aktion ist Teil der Operation Compliance Zero. Untersucht werden Verdachtsmomente auf Korruption und Geldwäsche im Zusammenhang mit der Banco Master und dem ehemaligen Bankier Daniel Vorcaro.

Von KI berichtet

Banco Master überwies 1,1 Millionen R$ an RI Consulting, die Firma des ehemaligen Abgeordneten Silvio Costa, Vater des ehemaligen Hafenministers Silvio Costa Filho. Die Daten, die von der Bundessteuerbehörde an den Untersuchungsausschuss des Senats für organisiertes Verbrechen übermittelt wurden, wurden von einer Nachrichtenkolumne beschafft.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen