Bei den Winterspielen in Cortina d’Ampezzo hat die deutsche Bobfahrerin Laura Nolte im Monobob die Silbermedaille gewonnen und das Gold nur um vier Hundertstelsekunden verpasst. Die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor holte sich den Sieg, während Kaillie Humphries-Armbruster Bronze nahm. Nolte führte bis zum letzten Lauf, bevor kleine Fehler sie den Vorsprung kosten.
Laura Nolte aus Winterberg hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo im Monobob die Silbermedaille errungen. Nach vier Läufen fehlten der 27-Jährigen 0,04 Sekunden zum Gold, das an die 41-jährige US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor ging. Diese feierte ihren sechsten olympischen Erfolg, darunter erstmals Gold nach zwei Bronzen und drei Silbers. Bronze gewann die 40-jährige Landsmännin Kaillie Humphries-Armbruster mit 0,08 Sekunden Rückstand auf Nolte und insgesamt fünf Medaillen bei fünf Teilnahmen.
Nolte führte nach drei Läufen mit 0,22 Sekunden Vorsprung auf Meyers Taylor. Im dritten Lauf stellte Meyers Taylor einen Bahnrekord auf und reduzierte den Abstand auf 0,15 Sekunden. Im entscheidenden vierten Lauf nutzte sie Noltes Bandenkontakt und Geschwindigkeitsverlust aus, um vorne zu liegen. „Natürlich ist es mega, bei Olympia eine Medaille zu gewinnen, zumal ich vor vier Jahren in Peking im Mono Vierte geworden bin“, sagte Nolte mit Tränen in den Augen. „Wenn man nach drei Läufen in Führung liegt, will man auch gerne Gold gewinnen. Das hat leider nicht geklappt.“ Sie fühlte sich, als hätte sie Gold verloren statt Silber gewonnen.
Bundestrainer René Spies betonte: „Monobob ist kein Wettkampf für eine Herzschwäche. Das Rennen war sehr anspruchsvoll und die Pilotinnen eng beieinander.“ Für das deutsche Team war es die zwölfte Medaille im Schlittensport. Lisa Buckwitz wurde Vierte mit 0,7 Sekunden Rückstand, Kim Kalicki Fünfzehnte. Nolte, mit drei WM-Titeln, sechs EM-Siegen und 31 Weltcup-Erfolgen, ist nun Top-Favoritin im Zweierbob, wo sie 2022 in Peking Gold holte. „Ich bin jedes Mal wieder aufgestanden“, sagte sie über ihre Karriere. Die Bahn in Cortina passt zu ihrem Stil, und sie plant Revanche am Wochenende.