Inter Mailand erlitt eine späte Niederlage gegen Liverpool in der UEFA Champions League nach einer umstrittenen Elfmeter-Entscheidung in der 88. Minute. Kapitän Lautaro Martinez bezeichnete den Ruf als Ungerechtigkeit und argumentierte, dass jede Trikotzieh-Action bestraft würde, mache Fußball unspielbar. Der Vorfall betraf Verteidiger Alessandro Bastoni, der Liverpool-Einwechsler Florian Wirtz in der Box hielt, was zu Dominik Szoboszlais Sieg-Elfmeter führte.
Inter Mailand gastierte Liverpool im San Siro am Spieltag 6 der UEFA Champions League, einem Spiel, das durch einen kontroversen späten Ruf zugunsten Liverpools kippte. Das Spiel war hart umkämpft, beide Teams zeigten taktische Disziplin. Liverpools Mittelfeld-Aufbau mit Ryan Gravenberch, Dominik Szoboszlai, Curtis Jones und Alexis Mac Allister schuf einen 4-gegen-3-Vorteil in der Mitte. Gravenberch deckte die Abwehr effektiv ab und bildete ein defensives Dreieck, das Inters Spitzenpaar einschränkte. Inters Innenverteidiger, einschließlich Manuel Akanji, waren aktiv beim Ballaufbau, Akanji vollendete 24 Tragball-Aktionen ins Mittelfeld. Trainer Christian Chivu lobte ihren Erfolg beim Spielaus dem Hinteren in der ersten Halbzeit. Liverpool passte sich jedoch in der zweiten Hälfte an, wechselte zu Hochpress in 4-4-2-Form, verdoppelte die Balleroberungen hoch im Vergleich zur ersten Periode. Der entscheidende Moment kam in der 88. Minute, als Schiedsrichter Felix Zwayer zunächst weiterspielen ließ nach Bastonis Tackling an Wirtz. VAR forderte eine Überprüfung, und Zwayer gab Elfmeter, den Szoboszlai zum Sieg verwandelte. Einwechsler Conor Bradley und Florian Wirtz trugen zu Liverpools späten Druck bei. Martinez äußerte Frustration nach dem Spiel gegenüber Gazzetta dello Sport: „Wir sind enttäuscht, aber nicht wütend. Denn wenn man durch einen Schiri-Fehler verliert, kann man wenig tun. Es tut leid, dass wir alles wegen einer Ungerechtigkeit verspielt haben: Wenn sie bei jedem Halten pfeifen, spielen wir nie.“ Trotz der Niederlage bleibt Inter wettbewerbsfähig, einen Punkt hinter AC Mailand und Neapel in der Serie A und im Rennen um Top-8 in der Champions League. Martinez betonte den Ehrgeiz des Teams: „Ich wähle nicht. Ich will in allen Wettbewerben bis zum Ende gehen, wie in den letzten Jahren.“ Das Ergebnis unterstreicht anhaltende Debatten über VAR-Eingriffe bei physischen Zweikämpfen.