Cristian Traverso, ehemaliger Spieler der Universidad de Chile, erinnerte in einem Interview an den kontroversen nicht gepfiffenen Elfmeter im Halbfinale der Copa Libertadores 1996 gegen River Plate, der zur Eliminierung des chilenischen Teams führte. Der Ex-Verteidiger nannte das Schiedsrichtertum einen „totalen Raub“ und lobte die historische Leistung seines Teams.
Fast drei Jahrzehnte nach dem Halbfinale der Copa Libertadores 1996 zwischen Universidad de Chile und River Plate hat Cristian Traverso die Kontroverse in einem Interview mit dem argentinischen Sender TyC Sports wiederbelebt. Im Hinspiel in Santiago endete es 2:2, sodass das Duell für das Rückspiel in Buenos Aires offen blieb.
Dort zog River Plate mit einem Sieg ins Finale ein, der von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen überschattet war. Traverso kritisierte den ecuadorianischen Schiedsrichter Alfredo Rodas dafür, keinen offensichtlichen Elfmeter für die U zu pfeifen, nachdem Torwart Germán Burgos Esteban Valencia im Strafraum gefoult hatte. „Es war ein totaler Raub, aber ein schlechter, dreister“, sagte der Ex-Verteidiger, der später Bestätigung von einem ehemaligen Teamkollegen erhielt, der in diesem Duell für River gespielt und dann mit ihm zu Boca Juniors gewechselt war.
Trotz der Auswärtseliminierung lobte Traverso die Leistung dieses Teams unter dem verstorbenen Miguel Ángel Russo. „Dieses Team hat Geschichte geschrieben. Wir haben den Titel nicht gewonnen, aber River an die Wand gedrückt“, sagte er. Der ehemalige Spieler erinnerte zudem an seine enge Beziehung zu Russo, mit dem er auch nach seiner Zeit bei der U per Nachrichten in Kontakt blieb.
Die Ausgabe 1996 bleibt eines der bemerkenswertesten Kapitel in der internationalen Geschichte der Universidad de Chile, da das Team weit im kontinentalen Wettbewerb kam.