Im Halbfinale der FIFA Club World Cup 2025 wurde ein potenzieller Elfmeter für Fluminense gegen Chelsea nach VAR-Überprüfung aufgehoben, da der Arm des Verteidigers Trevoh Chalobah als natürlich positioniert eingestuft wurde. Der Vorfall in der 37. Minute beleuchtete anhaltende Debatten über Handspielregeln. Schiedsrichter Francois Letexier hob die Vor-Ort-Entscheidung auf und ließ das Spiel ohne Sanktion weiterlaufen.
Das Spiel zwischen Chelsea und Fluminense im Halbfinale der FIFA Club World Cup, das vom 14. Juni bis 13. Juli 2025 stattfand, sah früh in der ersten Halbzeit einen umstrittenen Handspiel-Moment. In der 37. Minute verlangte Fluminense nach einem Elfmeter, nachdem der Ball den Arm von Chalobah innerhalb des Strafraums von Chelsea traf. Die anfängliche Entscheidung sprach den Punkt, doch ein VAR-Einsatz veranlasste Schiedsrichter Francois Letexier, die Szene zu überprüfen. Er stellte fest, dass Chalobahs Arm natürlich an der Seite hing und nach unten zeigte, im Einklang mit den IFAB-Richtlinien zu erlaubten Armpositionen.
Der IFAB, die Instanz für die Fußballregeln, aktualisierte die Handspielregeln vor der Saison 2022/23 und klärte, dass Kontakte oberhalb der Achsel-Linie – umgangssprachlich 'Ärmelregel' – nicht sanktioniert werden, es sei denn, sie sind offensichtlich. Die Regeln nennen Verstöße wie absichtliche Berührungen, unnatürliche Vergrößerung des Körpers oder Tore direkt oder unmittelbar nach Hand-/Armkontakt, auch unfreiwillig. Eine natürliche Position, nicht präzise definiert, aber kontextuell geführt, bestraft unvermeidbare defensive Bewegungen nicht.
Dieser Fall spiegelte die IFAB-Anleitung von 2021 und eine Erklärung vom Mai 2024 wider: Der stützende Arm eines fallenden Spielers zwischen Körper und Boden ist natürlich und kein Verstoß. Ähnliche Urteile gab es im Finale der CONCACAF Gold Cup 2025, wo der Fall von Mexikos Jorge Sanchez auf den Ball unbestraft blieb, und in der Gruppenphase der Africa Cup of Nations 2025, wo der stützende Arm von Ägyptens Yasser Ibrahim bei einem Rutschen zu einem Abstoß statt Elfmeter für Südafrika führte.
Ligen wie die Premier League und UEFA haben Auslegungen herausgegeben, die Strafen für Abpraller oder Nähe mildern, doch die Kernregeln des IFAB betonen Risikoübernahme in unnatürlichen Positionen. Die Umwiderrufung bewahrte den Spielablauf und unterstrich die Rolle der VAR bei einheitlicher Anwendung inmitten anhaltender Grauzonen, die Spieler, Trainer und Fans frustrieren.