Les Républicains öffnen Tür für Vorwahl 2027

Auf Initiative ihres Präsidenten Bruno Retailleau hat die Partei Les Républicains erstmals über eine Vorwahl für die Präsidentschaftswahl 2027 im Strategieraat am 4. November diskutiert. Lange vermieden aufgrund früherer Niederlagen, könnte dieses Verfahren notwendig werden, wenn kein natürlicher Kandidat vorhanden ist. Es wurde keine Entscheidung getroffen, aber eine Arbeitsgruppe wurde ins Leben gerufen.

Die Partei Les Républicains (LR) steht vor einem großen Dilemma, achtzehn Monate vor der Präsidentschaftswahl 2027. In einem Strategieraat, der am Dienstag, den 4. November 2025, unter der Präsidentschaft von Bruno Retailleau stattfand, wurde erstmals die Frage einer Vorwahl diskutiert. Retailleau, ehemaliger Innenminister, möchte den Prozess beschleunigen, um den Kandidaten der Partei vor dem nächsten Sommer zu benennen, verschob die Entscheidung jedoch am Ende der Sitzung 'auf die Wahl der Mitglieder'.

Philippe Juvin, Abgeordneter und Arzt aus den Hauts-de-Seine, der diese Option seit Monaten befürwortet, diagnostiziert eine pawlowsche Ablehnung innerhalb der LR. 'Bei uns ist es pawlowsch. Niemand will davon hören, da die ersten beiden [2017 und 2022] in Niederlagen endeten', fasst er zusammen. Diese früheren Vorwahlen waren tatsächlich von Wahlniederlagen geprägt, was das Image der LR als 'Verlierer-Maschine' verstärkte.

Im Einklang mit den neuen Statuten, die im September genehmigt wurden, muss Anfang 2026 über die Modalitäten der Vorwahl abgestimmt werden, basierend auf einem Vorschlag des Parteipräsidenten. Der Strategieraat entschied nichts, beschränkte sich darauf, eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema einzurichten, auf Initiative von Gérard Larcher, dem Präsidenten des Senats. Dieser Vorschlag wird anschließend der Validierung durch das Politbüro bedürfen.

Daniel Fasquelle, Vizepräsident der LR und Mitautor der neuen Statuten mit Guillaume Larrivé, klärt: 'Der Rat heute Morgen sollte die Frage nicht klären; es war ein erster Austausch.' Somit bleibt die Frage offen und spiegelt die internen Spaltungen in der Partei wider, inmitten des Mangels an einer unumstrittenen Figur für 2027.

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