Ein von macronistischen Abgeordneten vorgeschlagener Gesetzentwurf zielt darauf ab, den Zugang zu Social Media für Kinder unter 15 Jahren zu verbieten. Von Laure Miller entworfen, umfasst er auch eine digitale Ausgangssperre für Jugendliche und eine Erweiterung der Smartphone-Verbote auf Gymnasien. Er beruht auf Empfehlungen einer parlamentarischen Kommission zu den Auswirkungen von TikTok auf Minderjährige.
Am 18. November 2025 legten macronistische Abgeordnete unter der Leitung von Laure Miller einen Gesetzentwurf vor, um Minderjährige vor den schädlichen Auswirkungen von Social Media zu schützen. Als Berichterstatterin der parlamentarischen Untersuchung zu den psychologischen Auswirkungen von TikTok konsultierte Miller 150 Experten für ihren Bericht im September. Dieses Dokument, das im Vorjahr Emmanuel Macron vorgelegt wurde, empfiehlt ein Mindestalter von 15 Jahren und einen wissenschaftlichen Konsens zur Begrenzung der Exposition.
Die zentrale Maßnahme verbietet Social Media für Personen unter 15 Jahren, ermöglicht durch eine kürzliche Entscheidung der Europäischen Kommission. Miller präzisiert, dass es Plattformen mit kontinuierlichem Video-Scrolling betrifft, wie TikTok, Instagram, YouTube, Snap und Facebook, aber Messenger-Apps wie WhatsApp oder Telegram ausspart, die für außerschulische Aktivitäten essenziell sind. „Es ist ein Alter, das in der wissenschaftlichen Gemeinschaft Konsens findet“, erklärt sie.
Für 15- bis 18-Jährige wird eine digitale Ausgangssperre von 22 Uhr bis 8 Uhr vorgeschlagen, um Schlaf und psychische Gesundheit zu schützen, die laut Kommissionsanhörungen oft gestört werden. Der Entwurf erweitert Smartphone-Verbote auf Gymnasien und führt „digitale Fahrlässigkeit“ ein, um vor Übertreibungen zu warnen, ohne Alleinerziehende zu bestrafen. Präventionskampagnen, modelliert nach Antirauchnachrichten, werden auf Smartphone-Verpackungen erscheinen.
Unterstützt von 121 Unterzeichnern, zielt der Vorschlag auf eine Überprüfung Anfang 2026 ab. Die Renaissance-Partei hält öffentliche Versammlungen in ganz Frankreich zu den Beziehungen von Kindern zu Bildschirmen ab. Dennoch lehnt der sozialistische Kommissionspräsident Arthur Delaporte ab: „Wir würden zuerst die Verantwortung auf die Jugendlichen legen statt auf private Unternehmen.“ Miller kontert: „Es ist eine kurzfristige Maßnahme zum Schutz der Jugend“, neben Bemühungen zur Plattformregulierung.