Führende manager aus der pharma- und tech-branche schlagen alarm wegen möglicher missbrauchsrisiken von KI und gentechnik für biologische waffen.
In München und Berlin wurde am mittwoch auf die realen gefahren hingewiesen, die mit fortschritten in künstlicher intelligenz und gentechnik verbunden sind. Biowaffen, also manipulierte viren und bakterien, könnten dadurch leichter hergestellt werden.
Stéphane Bancel, konzernchef des us-impfstoffherstellers Moderna, sagte im interview mit dem handelsblatt: „Dass viren oder bakterien durch veränderung ansteckender oder sogar tödlich werden, hat bereits stattgefunden.“ Er fügte hinzu, dass viele labore die manipulation nicht bewusst vorantreiben, weil sie „vor einem frankenstein-virus fürchten“.
Die branche fordert nun gegenmaßnahmen, darunter eine nachverfolgung von in laboren gefertigten DNA-sequenzen. Die warnung kommt vor dem hintergrund von science-fiction-szenarien, wie sie im jüngsten james-bond-film „no time to die“ dargestellt werden.