Die kolumbianische Bildungs- und Geschäftswelt trauert um Marco Fidel Rocha Rodríguez, den Gründer und ersten Rektor der Universidad Surcolombiana (Usco). Als Enkel des ehemaligen Präsidenten Marco Fidel Suárez veränderte er die Hochschulbildung, indem er über drei Jahrzehnte als Rektor des CESA eine Brücke zwischen akademischer Lehre und Privatwirtschaft schlug.
Die Universidad Surcolombiana erklärte in einer Mitteilung: „Heute verabschieden wir uns von Marco Fidel Rocha Rodríguez, dessen Leben von Engagement für die Bildung und den Dienst an der Region geprägt war. Wir begleiten seine Familie, seine Freunde und die gesamte Universitätsgemeinschaft in diesem Moment tiefer Trauer mit Respekt und Solidarität.“
Der an der Universidad Nacional ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler Rocha (1939–2026) gründete die Usco und fungierte von 1975 bis 2007 als Rektor des Colegio de Estudios Superiores de Administración (CESA). Über 32 Jahre lang förderte er ein pädagogisches Modell, das den Hörsaal mit dem Sitzungssaal verband und dabei den Schwerpunkt auf Unternehmenspraxis und den direkten Kontakt zu führenden Branchenvertretern legte.
Er war Mitglied in den Aufsichtsräten von Banco Caja Social, Colpatria, Nueva EPS, ICFES, Fundación Corona und El Espectador. Emilia Restrepo Gómez, Rektorin des CESA, erinnerte sich: „Als er über Wirtschaftsführer sprach und darüber, was unternehmerische Verantwortung bedeutet, wusste ich an diesem Tag nicht nur, dass ich am richtigen Ort war, sondern ich wusste auch, dass ich Teil dieser Gruppe von zukünftigen Unternehmern sein wollte.“
Die Usco betonte seine zentrale Rolle: „Sein Abschied hinterlässt eine tiefe Spur in der Geschichte unserer Institution (...) seine Führung als Gründer und erster Rektor hat den Weg unserer Alma Mater geebnet.“
Sein Vermächtnis lebt in Generationen von Führungskräften weiter, die mit Ethik, globaler Vision und sozialem Engagement ausgebildet wurden.