Der Finanzminister John Mbadi hat Behauptungen über staatliche Manipulation hinter der einjährigen Stabilität des kenianischen Schillings gegenüber dem US-Dollar zurückgewiesen. Er führte die Widerstandsfähigkeit der Währung auf starke wirtschaftliche Grundlagen zurück, die er bei einem Treffen mit dem schwedischen Botschafter erwähnte. Der Internationale Währungsfonds hat kürzlich Bedenken geäußert, dass diese Stabilität die Inflationszielsetzung behindern könnte.
Am Mittwoch, den 5. November 2025, traf sich Finanzminister John Mbadi mit dem schwedischen Botschafter in Kenia, Håkan Åkesson, in Nairobi. Im Verlauf der Gespräche widmete sich Mbadi Gerüchten über Währungsmanipulation und betonte, dass die Stabilität des Schillings auf klugen makroökonomischen Politiken und wachsendem Investorenvertrauen in die kenianische Wirtschaft zurückzuführen sei.
Eine Erklärung aus dem Treffen hob mehrere Faktoren hervor, die den Schilling stützen, der in den letzten 15 Monaten im Durchschnitt 129 Ksh gegenüber dem US-Dollar lag und im vergangenen Jahr nur eng zwischen 128 und 131 Ksh schwankte. Dazu gehören ein Anstieg der Diaspora-Überweisungen um acht Prozent, verbesserte Exporteinnahmen und Reformen, die den Kraftstoffeinkauf über Regierungs-zu-Regierungs-Vereinbarungen ermöglichen, was die Abhängigkeit vom Dollar verringert und den Druck auf den Devisenmarkt mildert.
Mbadi wies auch darauf hin, dass die kenianische Wirtschaft um etwa fünf Prozent wächst, mit einem Regierungsziel von sieben Prozent, um Beschäftigung und Chancen zu fördern. Dieser Schwung passt zum Bottom-Up Economic Transformation Agenda (BETA) unter Präsident William Ruto, angetrieben von starken Leistungen in Schlüsselsektoren.
Die Stabilität folgt auf eine turbulente Phase: Der Schilling schwächte sich Anfang 2024 auf über 160 Ksh ab, erholte sich bis Mitte Februar auf 144 Ksh und erreichte im April 127 Ksh, bevor er stabil wurde.
Bedenken kamen von Experten, einschließlich des IWF, der zwei Wochen vor dem 4. November 2025 Kenia besuchte. Die Vorsitzende der Kenya Revenue Authority, Nderitu Muriithi, sagte in Citizen TV, dass der IWF den Wechselkurs als 'zu stabil' bezeichnet habe, da er die geldpolitische Transmission und die Inflationszielsetzung behindere.
David Ndii, Vorsitzender der leitenden Wirtschaftsberater von Präsident Ruto, wies solche Debatten als 'Hexerei' zurück und forderte pragmatische Politikgestaltung inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten.