Mika Noodt lief als erster ins ziel und wurde trotzdem zweiter

Beim Triathlon in Dubai lief der deutsche Athlet Mika Noodt als Erster durchs Ziel, wurde aber aufgrund eines defekten Rundenzählers zum Zweiten degradiert. Der 25-Jährige ahnte bereits, dass er nicht siegen konnte, doch Organisatoren brauchten drei Stunden, um das Ergebnis zu korrigieren und den Sieg dem Amerikaner Morgan Pearson zuzusprechen. Dieser Vorfall passt zu Noodts Karriere voller Pechmomente.

Vergangenen Samstag ereignete sich beim Triathlon in Dubai ein kurioser Vorfall. Mika Noodt, der 25-jährige Triathlet aus Wolfsburg, lief als Erster durchs Ziel und reckte das Siegerband in die Höhe, doch sein Blick verriet Zweifel. Ein Führungstrio hatte versehentlich eine Runde zu viel auf dem Rad gefahren, während Noodt wegen eines defekten Rundenzählers eine Runde zu wenig gelaufen war. So galt er zunächst als Sieger über 2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen in der T100-Serie.

Drei Stunden dauerte es, bis die Organisatoren das Durcheinander klärten. Der Amerikaner Morgan Pearson wurde zum Sieger erklärt, Noodt landete zum dritten Mal auf dem zweiten Platz. „Das war das kurioseste Rennen, das ich jemals bestritten habe“, sagte Noodt hinterher und wirkte ernüchtert.

Dieser Zwischenfall reiht sich in Noodts Laufbahn als Pechvogel ein. Der talentierte Athlet, stark auf dem Rad und beim Laufen, gewann mit 21 Jahren sein erstes Profirennen gegen den Star Rudy von Berg. Doch Verletzungen überschatten seine Karriere: Im Oktober 2023 brach er in Frankreich 100 Meter vor dem Ziel zusammen und kroch als Zweiter über die Ziellinie. „Ich habe die Kontrolle über meine Beine verloren“, erklärte er damals.

Kurz vor einem Rennen in Las Vegas verursachte ein Auto einen Sturz bei 57 Kilometern pro Stunde, der Hüfte und Schulter verletzte und den Ironman auf Hawaii kostete. 2022 pausierte er monatelang wegen einer Ermüdungsreaktion im Hüft-Becken-Bereich, wurde aber Vierter bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Utah. 2023 brach er sich das Wadenbein, doch ein Orthopäde irrte mit der Prognose, er könne nie wieder Marathon auf Topniveau laufen. Noodt kämpft sich zurück und könnte der siebte deutsche Hawaii-Sieger werden – nach Hellriegel, Stadler, Al-Sultan, Kienle, Frodeno und Lange –, wenn das Glück mitspielt.

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