Kristdemokraternas Ebba Busch hat mit Äußerungen zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten Zorn bei den Moderaterna ausgelöst. M-Führer Christian Sonesson beschreibt ihren Gegenangriff als albern und ein Kopfschmerz für die Tidö-Zusammenarbeit. SD-Führer Jimmie Åkesson merkt an, dass die Moderaterna Busch vor dem Tidö-Treffen hart angegangen sind.
Der Konflikt innerhalb der Tidö-Parteien flammte auf, nachdem Ebba Busch in einem Interview mit Svenska Dagbladet die Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten in Einzelfragen eröffnet hatte. Christian Sonesson (M), Vorsitzender des kommunalen Exekutivgremiums in Staffanstorp, erwartete Klärung von Busch, erhielt aber stattdessen Gegenangriffe. «Das ist albern. Statt sich für die Unklarheit zu entschuldigen, beschwert man sich, dass die Gegenseite die Botschaft erhält,» sagt Sonesson.
Sonesson kritisiert Busch für Unklarheit darüber, zu welchem Block sie gehört, insbesondere vor dem Hintergrund des bereits die Tidö-Zusammenarbeit beschädigenden Stillstands zwischen Sverigedemokraterna und Liberalerna. «Es ist bedauerlich, dass sie unklar ist, zu welcher Alternative und welcher Blockseite sie gehört,» betont er. Er beschreibt ihre Äußerungen als «Kopfschmerzen», die unnötige Unsicherheit in der Allianz schaffen.
Busch verteidigte sich auf dem Weg in die Parteiführerdebatte im Riksdag am Mittwochmorgen. «Schlecht über uns in Hintergrundgesprächen mit Medien reden, moderate Vertreter aussenden und so spalten und Unsicherheit darüber schaffen, wo KD steht. Das ist ein Verhalten, dem ich mich weigere zu unterwerfen,» sagte sie. Busch betonte, dass die Kristdemokraterna der «Garant für eine rechte Regierung» seien.
Sonesson hofft auf Klarheit von Busch vor Ulf Kristerssons Einladung an die vier Tidö-Führer. SD-Führer Jimmie Åkesson kommentierte, dass die Moderaterna «hart gegen» Buschs Aussage vorgegangen seien. Am Donnerstag sollen die Tidö-Führer zusammen zu Mittag essen. «Wir werden sehen, ob es Streit oder fröhliche Gesichter gibt,» sagt Åkesson.