Die neue Folge des Münsteraner Tatorts 'Die Erfindung des Rades' markiert den Abschied der beliebten Nebenfigur Staatsanwältin Wilhelmine Klemm. Darstellerin Mechthild Großmann steigt nach 47 Auftritten in 24 Jahren aus der Serie aus. Der Abschied berührt selbst Kommissar Thiel zutiefst.
Die Episode 'Die Erfindung des Rades', produziert vom WDR unter der Regie von Sophie Seitz, ist der letzte Auftritt der kettenrauchenden Staatsanwältin Wilhelmine Klemm im Münsteraner Tatort. Mechthild Großmann, die die Figur seit 2001 verkörperte, verlässt die ARD-Krimireihe auf eigenen Wunsch. In 24 Jahren fehlte sie nur in einer Folge: dem sechsten Münster-Tatort 'Eine Leiche zu viel' aus dem Jahr 2004.
Klemm galt als markante Charakterfigur, die durch ihre direkte Art und ihren Humor die Serie bereicherte. Die Abschiedsepisode inszeniert ihren Ausstieg mit emotionaler Tiefe. Am Ende stammelt der sonst tough Kommissar Thiel, gespielt von Axel Prahl: "Dürft ich's vielleicht noch einmal hören", eine Anspielung auf einen typischen Spruch der Staatsanwältin. Die Folge mythologisiert Klemm leicht, betont jedoch ihre authentische Präsenz in der Serie.
Dieser Abschied unterstreicht die Langlebigkeit des Tatorts, der seit Jahrzehnten loyale Fans bindet. Großmanns Entscheidung spiegelt Veränderungen in der Schauspielbranche wider, wo Darsteller nach langen Engagements neue Wege einschlagen.