Netflix übernimmt Ben Afflecks KI-Filmemacher-Startup InterPositive

Netflix hat InterPositive übernommen, ein 2022 von Ben Affleck gegründetes Startup, das KI-gestützte Tools für Filmemacher entwickelt. Das gesamte 16-köpfige Team wechselt zu Netflix, und Affleck wird als Seniorberater fungieren. Die Übernahme soll Filmemachern durch spezialisierte KI-Technologie eine gesteigerte kreative Kontrolle bieten.

Netflix hat die Übernahme von InterPositive am 5. März 2026 angekündigt, was eine Abkehr von seinem üblichen Ansatz des internen Technologieaufbaus markiert. Das in Los Angeles ansässige Startup, das seit seiner Gründung 2022 im Stealth-Modus operierte, konzentriert sich auf KI-Tools, die bei Nachproduktionsaufgaben wie Mischung und Farbgebung, Neubeleuchtung von Aufnahmen und Hinzufügen visueller Effekte assistieren. Diese Tools bauen ein KI-Modell aus den Dailies einer bestehenden Produktion auf und betonen die Kontrolle des Filmemachers statt generative Erstellung aus Textprompts. Ben Affleck erklärte in einem von Netflix geteilten Video den Zweck der Technologie: „Es geht nicht um Text-Prompting oder darum, etwas aus dem Nichts zu generieren... KI denken die meisten Leute als etwas, das aus dem Nichts macht: ‚Ich tippe etwas in einen Computer ein, und es gibt mir einen Film.‘ Das ist nicht das, was das ist.“ Er gründete InterPositive, nachdem er frühe KI-Anwendungen in der Produktion beobachtet hatte, um deren Mängel zu beheben und die menschliche Kreativität zu schützen. Das Startup filmte einen proprietären Datensatz auf einer kontrollierten Tonbühne, um sein erstes KI-Modell zu trainieren, das visuelle Logik und editorielle Konsistenz versteht, während es Produktionsherausforderungen wie fehlende Aufnahmen oder falsche Beleuchtung bewältigt. Eingebaute Restriktionen sorgen dafür, dass kreative Entscheidungen bei den Künstlern bleiben. Bela Bajaria, die Chief Content Officer von Netflix, erklärte, dass die Tools Partnern „mehr Auswahlmöglichkeiten, mehr Kontrolle und mehr Schutz für ihre Vision“ bieten werden. Sie betonte Netflix' Engagement für Vertrauen gegenüber Künstlern und gewährleistet, dass KI die kreative Freiheit erweitert, ohne menschliche Rollen zu ersetzen. Elizabeth Stone, die Chief Product and Technology Officer von Netflix, merkte an, dass InterPositives Technologie im Unterschied zu allgemeinen generativen KI-Plattformen für die Produktion höherwertigen Inhalts ausgelegt ist und Storytellern ermächtigt. Affleck drückte seine Begeisterung für die Partnerschaft aus: „Ich könnte nicht glücklicher sein, dass diese Arbeit mit dem Team bei Netflix weitergeht.“ Der Deal folgt auf Netflix' kürzliche Entscheidung, die Studios von Warner Bros. Discovery nicht zu verfolgen, nachdem es ein konkurrierendes Gebot abgegeben hatte. Netflix plant, den Zugang zur Technologie für seine kreativen Partner bereitzustellen, ohne kommerzielle Verkäufe.“},

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