Der neue Berliner Tatort 'Erika Mustermann' thematisiert den Diebstahl illegal präparierter Pässe aus der Bundesdruckerei. Die Ermittler Karow und Bonard stoßen durch einen toten Fahrradkurier auf den Betrug, der Venezolanern legale Einreise nach Deutschland ermöglichen soll. Die Folge wird für ihre verquaste Handlung kritisiert.
Die Episode 'Erika Mustermann', produziert von der rbb-Redaktion unter Verena Veihl und der Degeto-Redaktion unter Birgit Titze, spielt in Berlin und dreht sich um einen Coup in der Bundesdruckerei. Hier sollen gefälschte Pässe gestohlen werden, um Menschen aus Venezuela legal nach Deutschland zu bringen. Die Geschichte beginnt mit dem Tod eines Fahrradkuriers namens Tomas Rey aus Venezuela, gespielt von Hannes Wegener. Dieser wird von Xavier Weberlein, ebenfalls von Wegener dargestellt, mit dem Auto getötet, da Rey einen Pass von Weberlein verwendet hatte.
Die Kommissare Karow, verkörpert von Mark Waschke, und Bonard, gespielt von Corinna Harfouch, übernehmen den Fall. Das Drehbuch stammt von Dagmar Gabler, basierend auf einer Idee von Gabler, Josefine Scheffler und Thomas André Szabó. Trotz eines Writers' Rooms beim rbb wird die Erzählung als verquast und uninspiriert beschrieben, mit Dialogen, in denen die Ermittler den Fall selbst klären müssen.
Eine Szene zeigt, wie Karow und Bonard die Todesnachricht bei Weberleins Frau (Magdalena Wiedenhofer) überbringen, nur um Weberlein putzmunter nach Hause kommen zu sehen. Am Ende erweist sich Weberlein als Mittelsmann im Dokumentenbetrug, getarnt als Fahrer eines Logistikunternehmens, das die Pässe schmuggelt. Ein unsichtbarer Strippenzieher aus Südamerika zieht im Hintergrund die Fäden, während Bonard in einer Sicherheitsschleuse festhängt. Die Folge wird als ungehobelt verfilmt kritisiert und fehlt an Esprit.