NGO fordert mehr Unterkünfte für männliche GBV-Opfer in Südafrika

Eine südafrikanische NGO hebt den Mangel an Unterkünften für Männer hervor, die geschlechtsbasierter Gewalt ausgesetzt sind, während der 16 Tage des Aktivismus. Helping Hands berichtet, dass es landesweit nur zwei solche Einrichtungen gibt. Assistent-Sozialarbeiter Dickson Solomons teilt Fälle, die den dringenden Bedarf an Unterstützung unterstreichen.

Südafrika befindet sich derzeit in den 16 Tagen des Aktivismus gegen Gender-Based Violence, einer Periode, die den Aufruf nach umfassenden Schutzmaßnahmen verstärkt. Die Nichtregierungsorganisation Helping Hands lenkt die Aufmerksamkeit auf die begrenzten Ressourcen für männliche Opfer und stellt fest, dass es nur zwei Unterkünfte für von GBV betroffene Männer gibt – eine in Limpopo und eine in der Western Cape.

Dickson Solomons, Assistent-Sozialarbeiter der NGO, stellt die gängige Vorstellung infrage, dass Männer ausschließlich Täter von Gewalt sind. Er weist darauf hin, dass viele Männer Missbrauch durch andere Männer oder Frauen erleiden. Solomons beschreibt einen eindringlichen Fall: „Ich bearbeite einen Fall, in dem die Kinder eines guten Mannes weggenommen wurden. Die Mutter ist drogenabhängig, sie will an nichts teilnehmen, und sie geht in informelle Siedlungen, um sich dort zu prostituieren. Dieser Mann muss dieser Frau hinterherlaufen, um Geburtsurkunden zu finden, nur um sein Kind in die Schule zu bringen.“

In diesem Fall wird der Mann von den Sexualpartnern seiner Partnerin angegriffen und gelegentlich auch von ihr, was zu Instabilität in seiner Beschäftigung und Obdachlosigkeit führt. Solomons betont die breitere Krise: „Das ist die Art von Mann, die wir auf der Straße, unter den Brücken haben. Es gibt nichts für sie; selbst die Unterkünfte priorisieren Frauen und Kinder zuerst.“

Die NGO schätzt, dass etwa 175 misshandelte Männer dringend Unterkunft und Unterstützung benötigen, doch Sozialarbeiter haben oft keine Optionen. Ein weiteres Beispiel betrifft einen behinderten Klienten, der schwere Misshandlungen von seiner Partnerin erleidet, die andere Männer in ihr Zuhause eingeladen hat und ihm einmal 18 Stichwunden zugefügt hat. Er überlebte und erhielt medizinische Hilfe, aber solche Eskalationen unterstreichen die Gefahren.

Solomons bemerkt eine Veränderung in den Einstellungen: „Männer kommen automatisch von selbst… Es gab eine Zeit, als das Ego da war, jetzt ist das Ego weg… Wenn sie zu dir kommen, musst du wissen, dass es schon groß ist; diejenigen mit Ego sind sehr wenige.“ Diese zunehmende Bereitschaft, Hilfe zu suchen, unterstreicht die Notwendigkeit, die Dienste zu erweitern, um die Notlage männlicher Opfer effektiv anzugehen.

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