Neun Frauen sind nach Kaiserschnitten und gynäkologischen Eingriffen in staatlichen Krankenhäusern in Bhilwara und Banswara, Rajasthan, gestorben. Die Landesregierung hat eine Untersuchung der Todesfälle angeordnet. Beamte erklärten, die Todesfälle seien auf verschiedene medizinische Komplikationen zurückzuführen.
Fünf Todesfälle ereigneten sich im Mahatma Gandhi Hospital in Bhilwara. Ein Operationssaal wurde dort geschlossen, nachdem eine unbefriedigende mikrobiologische Probe sichergestellt worden war. Vier Todesfälle, darunter der einer Minderjährigen, ereigneten sich zwischen dem 7. und 10. Juli in einem Krankenhaus in Banswara.
Gesundheitsminister Gajendra Singh Khimsar sagte, Expertenteams seien in beide Städte entsandt worden. Ein Treffen mit Gynäkologie-Experten ist für Montag geplant. Khimsar erklärte, erste Erkenntnisse in Bhilwara hätten keinen Zusammenhang zwischen den Todesfällen und einer Infektion im Operationssaal gezeigt.
Khimsar nannte als Ursachen unter anderem einen Myokardinfarkt, einen hypovolämischen Schock, eine Lungenembolie, ein HELLP-Syndrom sowie postpartale Blutungen mit DIC. In Banswara kamen zwei Patientinnen in kritischem Zustand an, und in einem Fall handelte es sich um einen unsicheren Schwangerschaftsabbruch.
Der ehemalige Chief Minister Ashok Gehlot forderte eine Untersuchung durch das Gesundheitsministerium der Union. Er verwies auf schwerwiegende Versäumnisse und grobe Fahrlässigkeit im staatlichen Gesundheitssystem.