Der dänische Arzneimittelhersteller Novo Nordisk zieht vor ein Gericht in Pretoria, um den Verkauf nicht registrierter Semaglutid-Produkte durch eine lokale Apotheke zur Arzneimittelherstellung zu stoppen. Der Antrag beim High Court richtet sich aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Patientensicherheit gegen iDexis.
Novo Nordisk South Africa reichte den Antrag ein, um iDexis daran zu hindern, Produkte zur Gewichtsreduktion, die Semaglutid-Base enthalten, herzustellen, zu bewerben, zu vertreiben oder zu verkaufen. Das Unternehmen verwies auf Risiken für die Patientensicherheit, die Produktqualität und die regulatorische Überwachung. Apotheken, die Rezepturen herstellen, sind in Südafrika von der groß angelegten Produktion nicht registrierter Medikamente ausgeschlossen. Eine gemeinsame Inspektion durch Aufsichtsbehörden ergab, dass iDexis GLP-1-Medikamente, darunter Tirzepatid, über die zulässigen Grenzen hinaus hergestellt hatte, was zu Produktbeschlagnahmungen und einem Rückruf führte. iDexis wies die Vorwürfe als skandalös und unbegründet zurück. Das Unternehmen forderte das Gericht auf, Novo Nordisk zur Vorlage belegender Beweise zu verpflichten. Vincent Tlala, CEO des South African Pharmacy Council, bezeichnete die Herstellung als einen schwerwiegenden Gesetzesverstoß und eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit.