Nuno Borges besiegte Tomas Martin Etcheverry bei den Barcelona Open mit 6:3, 7:6 (3) und sicherte sich den Sieg mit einem umstrittenen Ass per Aufschlag von unten. Diese Taktik überraschte das Publikum auf der Pista Rafa Nadal und führte zu einem unterkühlten Handschlag. Borges kam trotz Krämpfen eine Runde weiter.
Nuno Borges sah sich in seinem Viertelfinalmatch gegen Tomas Martin Etcheverry bei den Barcelona Open großem Druck gegenüber. Nachdem Etcheverry den ersten Matchball mit einem Return-Winner abgewehrt hatte, schlug Borges bei Einstand von unten auf und verwandelte direkt zum 6:3, 7:6 (3)-Sieg. Der unerwartete Schachzug ließ Etcheverry fassungslos mit den Händen in die Hüften gestemmt zurück und sorgte für gemischte Reaktionen beim Publikum, wobei einige Zuschauer die Taktik missbilligten. Borges hatte körperlich zu kämpfen und nahm während des zweiten Satzes eine medizinische Auszeit wegen Krämpfen im linken Oberschenkel. Später erklärte er gegenüber dem portugiesischen Journalisten José Morgado, dass er mit Beinproblemen zu kämpfen hatte, und deutete an, dass der Aufschlag von unten angesichts seiner körperlichen Einschränkungen eine pragmatische Wahl gewesen sei. Etcheverry zog sich anschließend von seinem Doppelmatch an der Seite von Corentin Moutet zurück. Borges trifft nun im Halbfinale auf Hamad Medjedovic und nimmt den Schwung aus diesem dramatischen Sieg mit. Der Aufschlag von unten bleibt, wenngleich umstritten, eine legitime Strategie im modernen Tennis, da sich die Spieler auf immer tiefer stehende Return-Positionen einstellen.