Angriff auf der Insel Oléron: Verdächtiger wegen versuchter Morde angeklagt

Ein 35-jähriger Mann, der beschuldigt wird, absichtlich fünf Personen auf der Insel Oléron überfahren zu haben, wurde am Freitag wegen 'versuchter Morde' angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Sein Urteilsvermögen war zum Zeitpunkt des Vorfalls gestört, laut psychiatrischen Gutachtern, aber die Tat stellt keinen Terrorismus dar. Zwei Opfer befinden sich in kritischem Zustand.

Am 7. November 2025 gab der Staatsanwalt von La Rochelle bekannt, dass der 35-jährige Mann, der verdächtigt wird, absichtlich fünf Personen während einer 30-minütigen Raserei auf der Insel Oléron überfahren zu haben, wegen 'versuchter Morde' angeklagt wurde. Vor dem Untersuchungsrichter schwieg der Verdächtige. Er wurde sofort in Untersuchungshaft genommen.

Marginalisiert und isoliert in einem Wohnwagen in Saint-Pierre-d’Oléron lebend, wird dieser Dreißigjährige, ein Fischer und Sohn eines Fischers, der Gelegenheitsjobs wie Barkeeper machte, als Polytoxikomane beschrieben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls stand er unter dem Einfluss von Cannabis. Zunächst zum Katholizismus hingezogen, konvertierte er kürzlich zum Islam. Während der Haft erklärte er, er habe 'seit einiger Zeit seltsame Geräusche in seinem Kopf gehört' und 'Allahs Befehle befolgt', um 'ein Opfer zu bringen'. Religiöse Schriften wurden in seiner Wohnung gefunden, aber erste Ermittlungen ergaben keine Verbindungen zu Terrororganisationen, was eine jihadistische Dimension ausschließt. Die nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft ist noch nicht involviert, beobachtet den Fall jedoch.

Psychiatrische Gutachter stellten fest, dass sein Urteilsvermögen während des Vorfalls gestört, aber nicht aufgehoben war, bei dem er versuchte, sieben Personen zu überfahren und fünf verletzte. Die Insel Oléron, ein Touristenort in Charente-Maritime mit etwa 20.000 ständigen Bewohnern, hatte mit dem Verdächtigen zu tun, der eine Vorgeschichte bei Straftaten des Gemeinen Rechts hat: Er war in der Vergangenheit wegen Diebstahls, Fahrens ohne Punkte und Gewalt verurteilt worden, ohne wegen Radikalisierung überwacht zu werden.

Unter den Opfern befinden sich zwei in absoluter Notlage. Eines hat schwere Verletzungen des Rückenmarks und der Wirbelsäule; das andere ist polytraumatisiert, aber stabiler, wie der Staatsanwalt gegenüber France Bleu erklärte. Bei seiner Festnahme soll er 'Allah akbar' gerufen haben, was die Ermittlungen jedoch nicht in Richtung Terrorismus lenkt.

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