Der Minister für Genossenschaften Wycliffe Oparanya hat die Linda Ground-Fraktion der ODM unter der Führung von Oburu Odinga davor gewarnt, dass die Region West das politische Bündnis überdenken könnte, sollte sie an den Rand gedrängt werden. Er äußerte sich dazu am 24. April in Lugari im Kakamega County.
Der Minister für Genossenschaften Wycliffe Oparanya äußerte seinen Frust über die aktuelle Führung der ODM, da diese die Anführer aus West-Kenia ignoriere. Er zog einen Vergleich zur Ära des verstorbenen Premierministers Raila Odinga, in der die Region Anerkennung und Respekt erfahren habe. "Ich möchte diesen ODM-Führern sagen: Diesmal solltet ihr uns nicht als selbstverständlich betrachten. Raila hat uns respektiert. Diejenigen, die die ODM nach Railas Tod führen, sollten uns ebenfalls respektieren. Wenn sie uns nicht respektieren, werden wir gehen", sagte Oparanya. Er merkte an, dass die Anführer aus dem Westen zum Aufbau der Partei beigetragen hätten, sich nun aber von wichtigen Entscheidungen und der Machtverteilung ausgeschlossen fühlten. Oparanya beschuldigte die Führung, Positionen in der Regierung von Präsident William Ruto über die Bedürfnisse der Basis zu stellen. "Wir standen uns sehr nahe und waren sogar Führungspersönlichkeiten in diesen Parteien. Doch jetzt machen sie einfach mit ihren Aktivitäten weiter. Sie fordern nur noch Macht", erklärte er. "Sie haben die Menschen im Westen vergessen. Wir wollen auch Macht. Sie sollten nicht glauben, dass nur sie Macht wollen." Die Äußerungen fallen in eine Zeit der Spaltung innerhalb der ODM, zu der auch die konkurrierende Linda Mwananchi-Fraktion unter der Führung des Senatoren von Nairobi, Edwin Sifuna, gehört, die in den Hochburgen mobilisiert. Die Gruppe plant Veranstaltungen am 25. April in Vihiga und am 26. April in Kisumu. Zudem gehen sie geplanten Gesprächen zwischen ODM und UDA im Vorfeld der Wahlen 2027 voraus.