Unterkommissar Rodrigo Silva verschanzte sich am Dienstag in einem Gebäude in Las Condes, schrie Korruptionsvorwürfe heraus und wurde nach seiner Aufgabe in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Fiscalía de Alta Complejidad Oriente untersucht seine Anschuldigungen wegen Dienstvergehens.
Unterkommissar Rodrigo Silva von der Brigada Investigadora de Robos e Intervención Criminalística de Vitacura schlug am Dienstagabend ein Fenster im siebten Stock eines Bürogebäudes in Las Condes ein. Er rief, dass Kollegen ihn verfolgten, er zu Straftaten gezwungen worden sei und man ihn töten wolle, um eine Konfrontation vorzutäuschen.
Silva hielt sich drei Stunden lang in dem Gebäude auf, bis Unterhändler der Carabineros und Gesundheitsteams ihn dazu überredeten, sich zu ergeben. Er wurde unter Polizeischutz in eine medizinische Einrichtung gebracht.
Am Donnerstag entzog er sich der polizeilichen Bewachung, wurde jedoch wieder aufgegriffen und ins Krankenhaus zurückgebracht. Die Fiscalía de Alta Complejidad Oriente führt Untersuchungen zu seinem Bericht über Korruptionshandlungen und Dienstvergehen durch. Der leitende Staatsanwalt Felipe Sepúlveda erklärte, dass schwerwiegende Fakten untersucht würden und Silva derzeit als Anzeigeerstatter agiere, wobei bislang keine Anklagen gegen Staatsanwälte erhoben wurden.