Ein 19-jähriger Chilene wurde am Montagabend in der Gemeinde San Miguel entführt und nach mehr als acht Stunden in Gefangenschaft befreit. Drei kolumbianische Staatsbürger wurden am Dienstag in Untersuchungshaft genommen, während ein Venezolaner mildere Vorsichtsmaßnahmen erhielt.
Überwachungskameras hielten den Moment fest, als der junge Mann am Montag gegen 21:00 Uhr in der Straße Brigadier de la Cruz gewaltsam angegangen wurde. Er wurde in ein Haus in Lo Prado gebracht, von wo aus seine Entführer seine Familie kontaktierten, um Lösegeld zu fordern. Carabineros der Einheit OS-9 befreiten das Opfer am Dienstag gegen 5:20 Uhr an der Ecke Almirante Barroso und Agustinas im Zentrum von Santiago. In dem Wohnhaus in Lo Prado wurden Drogen und eine Schusswaffe sichergestellt. Unter den vier Festgenommenen befanden sich drei Kolumbianer und ein Venezolaner. Staatsanwalt Jorge Martínez erklärte, dass das Opfer seine Entführer nicht kannte und dass eine der kolumbianischen Frauen am aggressivsten vorging und die anderen dazu anstiftete, auf ihn zu schießen. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft für die drei Kolumbianer an und verhängte gegen den Venezolaner eine Ausreisesperre sowie die Pflicht zur regelmäßigen Meldung bei den Behörden, wobei die Ermittlungsfrist auf 90 Tage festgesetzt wurde.