Iga Swiatek hat ihre Teilnahme an der Billie Jean King Cup-Qualifikationspartie Polens gegen die Ukraine in Gliwice abgesagt. Teamkapitän Dawid Celt sagte, er habe bis zuletzt versucht, die Weltranglistendritte von einem Einsatz zu überzeugen. Durch ihr Fehlen tritt Polen ohne eine Spielerin aus den Top 50 an.
Polen trifft in Gliwice auf die Ukraine, um sich einen Platz für das Finale des Billie Jean King Cups in Shenzhen zu sichern. Swiatek, die ihr Land vor zwei Jahren ins Halbfinale geführt hatte, zog sich nach einer anstrengenden Hartplatz-Saison zurück. Nach einem Viertelfinal-Aus in Indian Wells und einem Erstrunden-Aus in Miami beendete sie die 17-monatige Zusammenarbeit mit ihrem Trainer Wim Fissette. Celt räumte ein, dass der Trainerwechsel zu ihrer Entscheidung beigetragen habe. „Ich habe bis zum Schluss dafür gekämpft, dass Iga bei diesem Ereignis dabei ist... Ich habe versucht, sie zu überzeugen und eine etwas andere Perspektive auf diesen Auftritt aufzuzeigen“, sagte Celt gegenüber TVP Sport.pl. Er fügte hinzu, dass die Unruhe in ihrem Umfeld die Aufgabe erschwert habe, obwohl er stets auf ihre Teilnahme dränge. Magda Linette, die auf Platz 54 der Weltrangliste steht, führt das polnische Aufgebot an, zu dem außerdem Maja Chwalinska, Linda Klimovicova, Katarzyna Kawa und Martyna Kubka gehören. Die Ukraine setzt auf die Weltranglistensiebte Elina Svitolina, Marta Kostyuk, Oleksandra Oliynykova, Lyudmyla Kichenok, Nadiia Kichenok und Kapitän Illya Marchenko. Berichte über eine Massenrückgabe von Tickets aufgrund von Swiateks Abwesenheit stießen beim Polnischen Tennisverband auf scharfe Kritik. Der Verband erklärte, dass es in der vergangenen Woche nur einen einzigen Rückerstattungsantrag gegeben habe und kein Anstieg bei den Wiederverkäufen zu verzeichnen sei, und drückte seine Überraschung über die Zweifel am Engagement der Fans aus. Wenige Tage nach ihrem Rückzug benannte Swiatek Francisco Roig als ihren neuen Trainer für die Sandsaison. Celt bezeichnete dies als eine natürliche Wahl und verwies auf ihre Verbindungen zu Rafael Nadal, der 17 Jahre lang mit Roig zusammengearbeitet hatte. „Aus meiner Sicht ist dies eine natürliche Entscheidung“, so Celt.