Popocatépetl und Iztaccíhuatl bewachen das zentrale Tal Mexikos und prägen den kulturellen Horizont von Puebla. Seit präkolumbianischen Zeiten inspirieren sie Respekt, Furcht und Bewunderung und bilden das legendäre Paar aus Krieger und Maiden. Ihr mythisches Erbe und die Biodiversität machen die Region zu einem Zentrum für verantwortungsvollen Tourismus.
Indigene Völker sahen Popocatépetl und Iztaccíhuatl als lebende Wesen, Eroberer als imposante Berge und moderne Reisende als Postkarten endloser Schönheit. Popocatépetl, dessen Nahuatl-Name „der rauchende Hügel“ bedeutet, ist aktiv und majestätisch, mit Fumarolen, die an die Vitalität der Erde erinnern. Im Gegensatz dazu liegt Iztaccíhuatl, „die schlafende Frau“, ruhig und schneebedeckt da, als schliefe sie ewig.
Zusammen symbolisieren sie Feuer und Schnee, Vulkan und Berg. Die Legende erzählt, dass Iztaccíhuatl vor Trauer starb, weil sie ihren Geliebten Popocatépetl für tot hielt, und die Götter sie in Vulkane verwandelten, um sie ewig zu vereinen. Diese Geschichte lebt in mündlichen Erzählungen und den Ausblicken von den Feldern in Puebla fort.
Jenseits des Mythos beherbergen die Hänge von Popocatépetl Wälder aus Oyamel, Kiefern und Eichen, Zuflucht für endemische Arten. Der Nationalpark Iztaccíhuatl-Popocatépetl, der zwischen Puebla, Estado de México und Morelos geteilt wird, ist ein Labor der Biodiversität mit nebel- und moosbedeckten Pfaden, die zu stillen Aussichtspunkten führen.
Puebla wandelt die Dualität von Bedrohung und Schönheit in verantwortungsvollen Tourismus um. Gemeinschaften wie Santiago Xalitzintla und San Nicolás de los Ranchos bieten geführte Routen an, die das ökologische Gleichgewicht respektieren und lehren, dass der Berg heilig ist und jeder Stein eine Geschichte erzählt. Iztaccíhuatl mit ihren vier Gipfeln, die den Körper einer Frau andeuten, bietet anspruchsvolle Aufstiege von „La Joya“ aus, belohnt mit Blicken auf den rauchenden Popocatépetl.
Die Region verfügt über Aussichtspunkte, Ökotourismus-Routen und Interpretationszentren, die Natur, Kultur und Tradition verbinden. Vom Santuario de los Remedios in Cholula erheben sich die Vulkane hinter der größten Pyramide der Welt und vereinen Geschichte, Glauben und Geographie. Diese Riesen sind Symbole der Identität, Wächter der Erinnerung und Quellen der Inspiration, die zwischen Erde und Himmel schlagen.