Ras El-Hekma treibt den FDI-Anstieg der COMESA auf 65 Milliarden Dollar

Der Gemeinsame Markt für Ost- und Südafrika (COMESA) verzeichnete 2024 Rekord-FDI in Höhe von 65 Milliarden Dollar, ein Plus von 154 % im Vergleich zum Vorjahr trotz globalem Investitionsrückgangs. Der erste COMESA-Investitionsbericht 2025, vorgestellt von der UNCTAD und der COMESA Regionalen Investitionsagentur, führt viel von diesem Anstieg auf das ägyptische Megaprojekt Ras El-Hekma zurück. Selbst ohne dieses Projekt stiegen die Zuflüsse um 16 %.

Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) und die COMESA Regionale Investitionsagentur haben den ersten COMESA-Investitionsbericht 2025 veröffentlicht, der das ägyptische Projekt Ras El-Hekma als Schlüsseltreiber für die Rekord-FDI-Zuflüsse hervorhebt. Der globale FDI-Anteil der COMESA verdoppelte sich auf 4 % von 2 %, während ihr Anteil an Zuflüssen in Entwicklungswirtschaften auf 7 % von 3 % kletterte und 67 % der gesamten afrikanischen FDI ausmacht.

Europäische und nordamerikanische Investoren dominierten, angeführt von den Niederlanden und den USA. Internationales Projektfinanzierung (IPF) stieg fast auf das Doppelte auf 79 Milliarden Dollar und machte 80 % der afrikanischen Gesamtsumme aus, angetrieben durch großangelegte erneuerbare Energien, Netzausbau und Bauvorhaben in Ägypten, Tunesien, Ruanda und Malawi. Greenfield-Investitionsankündigungen erreichten 77 Milliarden Dollar, den zweithöchsten Stand ever, wobei COMESA zwei Drittel des afrikanischen Greenfield-Werts sicherte.

Die Zuflüsse sind weiterhin konzentriert, mit Ägypten, Äthiopien, Uganda, der Demokratischen Republik Kongo und Kenia, die 90 % des Gesamten ausmachen. Innerhalb der COMESA sind Investitionen gering, bei 3 % der Greenfield-Projekte nach Anzahl und 6 % nach Wert. Sektoral stieg der Bausektor fast fünfmal durch ägyptische Aktivitäten, Grundmetalle um 71 %, Energie und Gas um 22 % und blieben führend. Extractives fielen um 61 %, ICT um 55 %.

Sektoren im Zusammenhang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung zeigten gemischte Ergebnisse: Erneuerbare Energien wuchsen um 67 %, Gesundheit und Bildung um 130 %, aber Agrar- und Lebensmittel um 34 %, Wasser und Sanitär um 76 % und Verkehrs-Infrastruktur um 54 %. Der Bericht fordert breitere, diversifizierte Investitionen, schnellere Industrialisierung durch wertschöpfende Fertigung, skalierbare digitale Infrastruktur und Stärkung des Humankapitals durch innovative Finanzierung. Er betont auch die Verbesserung der Datenberichterstattung für bessere Politikgestaltung.

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